Sergey Lagodinsky: „Nichts rechtfertigt, der Ukraine jetzt nicht zu helfen“
Europaabgeordneter fordert außergewöhnliche Unterstützung für die Ukraine
In einer eindringlichen Rede im Europäischen Parlament hat der Europaabgeordnete Dr. Sergey Lagodinsky (Bündnis 90/Die Grünen, Grüne/EFA) eine entschlossene und uneingeschränkte Unterstützung der Ukraine gefordert. Während der Plenardebatte zum Bericht der Europäischen Kommission über die Ukraine am 7. Juli 2026 erinnerte er daran, unter welchen außergewöhnlichen Bedingungen das Land seinen europäischen Weg fortsetzt.
Während die Menschen in der Ukraine täglich russischen Angriffen ausgesetzt seien, arbeite das Land gleichzeitig an Reformen, der Korruptionsbekämpfung und den Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Nicht alle Reformen seien bereits vollkommen umgesetzt. Dies dürfe jedoch nicht dazu führen, die enormen Leistungen der Ukraine und die Realität des russischen Angriffskrieges aus den Augen zu verlieren.
Lagodinsky betonte:
„Wir sitzen nicht in Kyjiw. Wir werden nicht bombardiert. Deshalb glaube ich nicht, dass wir das moralische Recht haben, Menschen mitten in einem Krieg zu belehren.“
Wer Vorwürfe gegen ein Land erhebe, dessen Bevölkerung um das Leben ihrer Kinder kämpfe, müsse zunächst selbst die Fakten prüfen, erklärte der Europaabgeordnete. Die Ukraine leiste unter extremen Bedingungen Außergewöhnliches. Deshalb müsse auch die europäische Unterstützung über das Gewöhnliche hinausgehen.
Besonders deutlich wurde Lagodinsky bei der militärischen Unterstützung:
„In außergewöhnlichen Zeiten und angesichts außergewöhnlicher Opfer müssen auch wir in unserer Unterstützung für die Ukraine außergewöhnlich handeln. Die beste Unterstützung für den Beitritt ist Unterstützung bei der Verteidigung.“
Es gehe nicht allein darum, vergangener Opfer zu gedenken. Jeden Tag würden Menschen durch Russland und den Kreml getötet. Die Aufgabe Europas bestehe deshalb darin, die Menschen in der Ukraine jetzt zu schützen.
Hier wird das Video der Rede eingebettet:
Langjährige Zusammenarbeit mit der IGFM
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte arbeitet seit Längerem mit Dr. Sergey Menschenrechte arbeitet seit Längerem mit Dr. Sergey Lagodinsky zusammen. Im Juli 2025 übernahm er die politische Patenschaft für den russischen Rechtsanwalt Alexej Lipzer, der wegen seiner Tätigkeit für den verstorbenen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war.
Gemeinsam mit der IGFM fordert Lagodinsky die Freilassung politischer Gefangener und setzt sich gegen die Verfolgung von Rechtsanwälten, Oppositionellen und Menschenrechtsverteidigern in Russland ein.
Die IGFM ist stolz, mit Sergey Lagodinsky einen verlässlichen und mutigen Partner an ihrer Seite zu haben, der Menschenrechtsverletzungen klar benennt und sich auch in schwierigen politischen Debatten konsequent für die Freiheit und Sicherheit der Ukraine einsetzt.
Leave A Comment