Die armenische Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (ISHR) setzt das Programm „Überwachung von Desinformationsströmen“ fort, das darauf abzielt, eine Kultur der Faktenprüfung zu entwickeln, die Medienkompetenz zu stärken und einen Beitrag zur Bekämpfung von Desinformation in Armenien zu leisten.

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Im Rahmen des Programms hatte bereits ein erstes Treffen der Teilnehmer stattgefunden, bei dem die Ziele des Programms, die Arbeitsweise, die Inhalte der bevorstehenden viermonatigen Mentoring-Phase sowie die Aufgaben der Teilnehmer vorgestellt wurden.

Die nächste wichtige Phase des Projekts war ein intensiver Workshop zur Öffentlichkeitsarbeit, bei dem Journalisten, Redakteure, Forscher und engagierte Bürger zusammenkamen, um ihr Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten im Bereich der Faktenprüfung zu vertiefen.

Der Workshop fand in einem der Erholungsgebiete der Region Kotayk statt. Die Wahl dieses Ortes war kein Zufall: Das Format einer Exkursion ermöglichte es den Teilnehmern, sich vom alltäglichen Arbeitsumfeld zu lösen und sich voll und ganz auf das Lernen, praktische Aufgaben, fachliche Diskussionen und den Erfahrungsaustausch zu konzentrieren.

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Ein solches Umfeld trug nicht nur zur effektiven Aneignung von Wissen bei, sondern auch zur Förderung der Zusammenarbeit im Team, des gegenseitigen Vertrauens und neuer beruflicher Kontakte.

Dies bot die Gelegenheit, eine vielfältige Fachgruppe zu bilden, in der Journalisten, Redakteure und Forscher nicht nur voneinander lernten, sondern auch gemeinsam praktische Ansätze für die Faktenprüfung entwickelten.

Aktuelle Herausforderungen im Informationsbereich mit Experten

Der Informationsraum hat in den letzten Jahren erhebliche Veränderungen erfahren. Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz, die Algorithmen der sozialen Medien und die beispiellose Geschwindigkeit der Informationsverbreitung haben sowohl für Journalisten als auch für die Gesellschaft insgesamt neue Herausforderungen mit sich gebracht.

Vor diesem Hintergrund konzentrierte sich der Workshop auf wichtige Themen wie:

  • Wie man Fakten von Manipulation unterscheidet,
  • So erkennt man gefälschte Fotos und Videos,
  • So finden Sie die Informationsquelle,
  • Wie man systematische Desinformationskampagnen erkennt,
  • Und mit welchen Werkzeugen kann ein moderner Faktenprüfer arbeiten?

Die Diskussionen stützten sich sowohl auf internationale Erfahrungen als auch auf konkrete Beispiele aus dem armenischen Informationsumfeld.

Von der Theorie zur Praxis

Ein wichtiger Bestandteil des Programms war die Schulung zum Thema „Informationsumfeld und Mechanismen der Desinformation“, in deren Rahmen sich die Teilnehmer mit den wichtigsten Mechanismen der Verbreitung von Desinformation, den Formen der Informationsmanipulation, dem Einfluss sozialer Netzwerke auf die Meinungsbildung sowie der Rolle von Informationen in der hybriden Kriegsführung befassten.

Besonderes Augenmerk wurde auf Tools und Methoden zur Faktenprüfung gelegt. Anhand praktischer Übungen wurden die Teilnehmer in moderne Tools für Open-Source-Intelligence (OSINT), Foto- und Videoüberprüfung, Metadatenanalyse, Geolokalisierung, Quellenrecherche und Informationsvalidierung eingeführt.

Einer der aktivsten Teile des Workshops war die praktische Übung „Vom Monitoring zum Fact-Checking“. Anhand realer Beispiele lernten die Teilnehmer, wie sie verdächtige Informationen, die in sozialen Netzwerken oder in den Medien auftauchen, in eine umfassende Fact-Checking-Recherche umwandeln können: von der Identifizierung der Behauptung über das Sammeln von Belegen und das Zusammenführen verschiedener Quellen bis hin zur Erstellung einer fundierten Schlussfolgerung.

 

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Praktische Simulationen und Erfahrungsaustausch

Im Rahmen des Programms wurde zudem eine praktische Simulation durchgeführt, bei der die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt wurden und an realistischen Informationsfällen arbeiteten.

Sie analysierten manipulierte Fotos, Deepfake-Videos, gefälschte Statistiken und vielfach geteilte Beiträge in den sozialen Medien und wandten dabei die im Kurs erlernten Werkzeuge und Methoden an.

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Die Simulationen boten nicht nur die Möglichkeit, das erworbene Wissen in der Praxis zu vertiefen, sondern trugen auch zur Förderung von Teamarbeit, analytischem Denken und der Fähigkeit zur schnellen Entscheidungsfindung bei.

Die Erfahrungen lokaler Medien, moderne Herausforderungen im Bereich der Informationssicherheit sowie die Verantwortung von Journalisten unter den Bedingungen hybrider Kriege waren ebenfalls Gegenstand gesonderter Diskussionen. Die Teilnehmer analysierten konkrete Fälle, erörterten die Probleme, mit denen die armenischen Medien konfrontiert sind, und tauschten ihre beruflichen Erfahrungen aus.

Experten, die ihr Wissen weitergegeben haben

Die Kurse wurden von erfahrenen Fachleuten aus der Praxis geleitet:

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Bela Shikaryan, Vorsitzende der armenischen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (ISHR), Journalistin,

 

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Hasmik Hambardzumyan, (FIP) Chefredakteurin,

 

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Anahit Khachatryan, Redakteurin, Journalistin.

 

Die Experten vermittelten nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch zahlreiche Beispiele aus ihrer beruflichen Praxis und bezogen die Teilnehmer in lebhafte Diskussionen und praktische Übungen ein.

 In den kommenden vier Monaten werden die Teilnehmer unter direkter Anleitung von Mentoren arbeiten, öffentlich verbreitete Behauptungen auswählen, Faktenprüfungen durchführen und ihre eigenen Faktenprüfungsmaterialien veröffentlichen.

Ziel des Programms ist es nicht nur, die beruflichen Fähigkeiten der einzelnen Teilnehmer zu fördern, sondern auch eine kooperative Fachgemeinschaft zu bilden, die einen Beitrag zum Kampf gegen Desinformation, zur Entwicklung eines faktenbasierten Journalismus und zur Verbreitung von Medienkompetenz in Armenien leistet.

Das IHRC bedankt sich bei allen Teilnehmern, Referenten und Partnern für ihre aktive Mitwirkung, die hochkarätigen Fachdiskussionen und ihre Kooperationsbereitschaft.

Ani Sukiasyan, Programmkoordinatorin von IGFM Armenien

Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt.

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Quelle: ishrarmenia.am