Klare Statements des  Anti-Kriegs-Komitees russischer Persönlichkeiten im Exil:

In einer an die internationale Gemeinschaft gerichteten Erklärung bezeichneten sie den Einmarsch in die Ukraine als „Kriegsverbrechen“. Russische Persönlichkeiten haben am 27. Februar das Russische Antikriegskomitee gegründet. Die Gründer des Ausschusses richteten eine Erklärung an die internationale Gemeinschaft. Hier im Video auf der englischem Seite mit englischem Untertitel:

„Am 24. Februar 2022 entfachte die russische Führung unter Wladimir Putin einen aggressiven Krieg gegen die Ukraine“, heißt es in dem Dokument.

„In den Augen der Welt“, betonen sie, „wurde dieses Kriegsverbrechen im Namen des gesamten Landes, aller Russen begangen.

„Als Bürger der Russischen Föderation haben wir uns gegen unseren Willen für die Verletzung des Völkerrechts, die militärische Invasion und den massenhaften Verlust von Menschenleben verantwortlich gemacht. Die Ungeheuerlichkeit des begangenen Verbrechens lässt keinen Raum für Schweigen oder passiven Widerspruch“, sagen die Initiatoren des Antikriegskomitees Russlands.

Sie betonen auch: „Für Menschen, die mit den Idealen der Befreiung der Welt vom Nationalsozialismus aufgewachsen sind, ist ein Angriffskrieg das Schrecklichste und Schändlichste.

Wer sich einem solchen Krieg nicht widersetzt, macht sich zum Komplizen.

Und Opposition ist die einzig mögliche und ehrenwerte Vorgehensweise.

„Es gibt einen klaren Unterschied“, so die Ausschussmitglieder, „zwischen Russen, die unfreiwillig an Putins Abenteuern teilnehmen, und denen, die Putins Regime bewusst bei der brudermörderischen Aggression unterstützen. Wir tragen die moralische Verantwortung dafür, dass wir den Krieg nicht verhindern konnten, dass wir den verräterischen Angriff der russischen Truppen auf ein Nachbarland zugelassen haben. Aber die unmittelbar an der Invasion Beteiligten – die Generäle, die den Plan entwickelt haben, und die politische Führung Russlands – müssen als Kriegsverbrecher bezeichnet werden. Individuell und kollektiv müssen sie für ihre Taten bestraft werden. Für die von ihnen begangenen Verbrechen gibt es keine Verjährungsfrist, und sie müssen das bekommen, was ihnen zusteht, egal wie lange die Welt und ihre Opfer darauf warten müssen.“Das Antikriegskomitee Russlands appelliert an die Regierungen der Welt, sich prinzipiell gegen die Verstöße gegen das Völkerrecht zu stellen“, heißt es in dem Dokument.

„Das Antikriegskomitee appelliert an alle wahren Patrioten Russlands, sich im Kampf gegen die aggressive Diktatur Wladimir Putins zu vereinen, unabhängig von politischen und ideologischen Differenzen und persönlichen Sympathien oder Antipathien“, so die Verfasser der Erklärung.

Das Dokument wurde von Mikhail Chodorkowskij (ehem. Oligarch, 2003-2013 Jahre im russ. Gefängnis), Garry Kasparow (Schachweltmeister), Sergej Aleksaschenko (ehem. Vorstandsmitgl. der russ. Zentralbank), Sergej Guriev (ehem. Chefökonom der Europ. Bank für Wiederaufbau und Entwicklung), Juri Pivovarow (Historiker), Evgenij Kiselew (Journalist), Vladimir Kara-Murza (Politiker, zweimal schwer vergiftet), Dmitrij Gudkow (Politiker), Boris Zimin (bekannter engagierter Geschäftsmann), Evgenij Chichwarkin (erfolgreicher Geschäftsmann) und Viktor Schenderowitsch (Schriftsteller) unterzeichnet.

Quelle: golosameriki.com

Mehr zu russischem Widerstand im Land