Im Rahmen des Programms „Überwachung von Desinformationsströmen“ fand im Dorf Krashen in der Region Shirak ein weiteres regionales Seminar statt.

Im Rahmen des Programms „Überwachung von Desinformationsströmen“ fand im Dorf Krashen in der Region Schirak ein weiteres regionales Seminar statt. Das Seminar wurde von der im Dorf tätigen NRO „Effektive Verwaltung und Gemeindeentwicklung“ organisiert, insbesondere auf Initiative und mit direkter Unterstützung der Präsidentin der Organisation, Hripsime Petrosjan.
An dem Treffen nahmen Gemeindemitglieder vom Jüngsten bis zum Ältesten teil. Dies verlieh der Veranstaltung eine besondere Bedeutung, da sie sich nicht nur in ein Bildungstreffen verwandelte, sondern auch in eine Plattform für den Dialog der Gemeinschaft, bei dem verschiedene Generationen zusammenkamen, um die Herausforderungen der modernen Informationsumgebung zu diskutieren.

Krashen: Eine kleine, aber einzigartige Gemeinde Krashen ist eines der kleinen und einzigartigen Dörfer in der Region Schirak mit einer Bevölkerung von nur 172 Einwohnern. Das Dorf liegt inmitten einer gebirgigen Natur, umgeben von Höhenzügen und offenen Horizonten, die ihm eine besondere Ruhe und ein Gefühl der Abgeschiedenheit verleihen.
Die Gemeinde ist bekannt für ihr historisch-kulturelles Erbe, ihren traditionellen Lebensstil, die Beschäftigung in der Landwirtschaft und Bräuche, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Das tägliche Leben der Menschen hier ist hauptsächlich mit dem Land, der Familie und dem Gemeinschaftsleben verbunden, und der Zugang zu Informationsströmen ist oft eingeschränkt, insbesondere im Hinblick auf pluralistische und verifizierte Informationen.
Genau das macht das Thema Medienkompetenz und die Bekämpfung von Desinformation für solche kleinen Gemeinden umso relevanter.
Warum war das Thema für Krashen wichtig? In kleinen Gemeinden werden Informationen oft nicht nur über die Medien, sondern auch von Mund zu Mund, durch Beiträge in sozialen Netzwerken und über nicht verifizierte Quellen verbreitet. Wenn alternative und glaubwürdige Informationsquellen begrenzt sind, können falsche oder manipulative Informationen schnell die Meinungen der Menschen prägen, Entscheidungen beeinflussen und unnötige Spannungen erzeugen.
Während des Seminars diskutierten die Teilnehmer, wie Desinformationsströme das tägliche Leben durchdringen, warum Menschen falschen Informationen oft glauben und welche Auswirkungen dies auf die Beziehungen innerhalb der Gemeinschaft, das soziale Vertrauen und sogar auf das Sicherheitsgefühl haben kann.
Die Bewohner merkten an, dass ihr tägliches Leben oft ereignislos und monoton ist und Informationen zu einem wichtigen Kommunikationsmittel mit der Außenwelt werden. Daher ist es besonders wichtig, Fakten von Interpretationen und genaue Informationen von Manipulationen unterscheiden zu können.
Hauptthemen des Seminars
Während des Treffens wurden die folgenden wichtigen Schwerpunkte vorgestellt:
-
Arten von Fehlinformationen: unbeabsichtigte Fehlinformation, Desinformation und böswillige Fehlinformation (Malinformation),
-
Die Mechanismen der Manipulation,
-
Wege zur Entstehung falscher Aussagen,
-
Techniken zur Beeinflussung von Emotionen,
-
Die Merkmale von in sozialen Netzwerken verbreiteten Fake News,
-
Beispiele für Täuschung durch Fotos und Videos,
-
Einfache Werkzeuge und Methoden zur Überprüfung von Informationen.
Den Teilnehmern wurden reale Beispiele präsentiert, die ihnen halfen, leichter zu verstehen, wie man dieselbe Information auf unterschiedliche Weise darstellen kann, um verschiedene Wirkungen auf die Menschen zu erzielen.
Generationenübergreifende Teilnahme als wichtige Bedingung für den Erfolg Eines der wertvollsten Merkmale des Seminars war die gemeinsame Teilnahme verschiedener Generationen. Junge Menschen waren im digitalen Raum und in sozialen Netzwerken aktiver, während Vertreter der älteren Generation ihre Erfahrungen teilten und erzählten, wie sie früher Informationen durch persönliche Kontakte und vertrauenswürdige Personen überprüft hatten.
Dieser Austausch schuf eine warme und vertrauensvolle Atmosphäre, in der jeder Teilnehmer das Gefühl hatte, dass seine Erfahrung und seine Meinung zählten.

Auswirkungen auf die Gemeinschaft Solche Initiativen sind besonders wichtig für Gemeinschaften, die sich in einem Zustand geografischer und informatorischer Isolation befinden. Medienkompetenz wird hier nicht nur zu einer Informationsfertigkeit, sondern auch zu einem Werkzeug für die Widerstandskraft der Gemeinschaft.
Am Ende des Seminars erklärten die Teilnehmer, dass sie nun vorsichtiger mit den Informationen umgehen werden, die sie in sozialen Netzwerken finden, versuchen werden, die Quellen zu überprüfen, und die erhaltenen Informationen vor dem Teilen mit Familienmitgliedern und Nachbarn diskutieren werden.

Dank an die Partner
Das Projektteam drückt der NRO „Effektive Verwaltung und Gemeindeentwicklung“ und der Präsidentin der Organisation, Hripsime Petrosjan, seinen tiefen Dank für die Organisation eines so wichtigen Treffens in der Gemeinde, die Zusammenführung der Bewohner und den Beitrag zur Verbreitung der Medienkompetenz aus.
Das in Krashen abgehaltene Seminar hat einmal mehr gezeigt, dass der Kampf gegen Desinformation nicht nur die großen Städte erreichen muss, sondern auch die kleinsten Dörfer, in denen jede Information einen großen Einfluss auf das tägliche Leben der Menschen, das gegenseitige Vertrauen und den Zusammenhalt der Gemeinschaft haben kann.
Das Programm „Überwachung von Desinformationsströmen“ wird die regionalen Treffen fortsetzen und zur Ausbildung von Informationskompetenz, kritischem Denken und verantwortungsvollem Informationsverhalten in den armenischen Gemeinden beitragen.
Ani Sukiasjan
Das Material wurde im Rahmen des Projekts zur Überwachung von Desinformationsströmen erstellt
#CivilSocietyCooperation #ishrarmenia #ishrfactcheck
Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt.

Leave A Comment