Am 2. August fand in Eriwan das erste Seminar der armenischen IGFM Abteilung zum Thema „Die Rolle der Medien und Menschenrechte in den Ländern der östlichen Partnerschaft und in Russland“ statt.

 

Das Projekt, das unter der Beteiligung von sieben IGFM Abteilungen durchgeführt  wird, ist für die heutige armenische Realität relevant. Dieses Thema ist für die IGFM Abteilung zudem noch wichtig, weil die Mitglieder der Organisation hauptsächlich Journalisten sind und sie sehr häufig Vorschläge zur Reform des Medienbereichs sowie bei öffentlichen Anhörungen im Rahmen der „Menschenrechtskoalition“ gemacht haben.

Während des am 2. August stattgefundenen Seminars stellten Experten den objektiven Zustand der Medien im heutigen Armenien dar, den sich besser vorzustellen, war eine kleine Analyse des tatsächlichen Bildes vom Medienbereich vor der Revolution im Mai 2018 erforderlich. Die Menschenrechts-NGO Vorsitzende Bela Schikaryan, die vom Beruf Journalistin und Expertin für dieses Thema ist, stellte den Teilnehmern ihre Untersuchungsergebnisse zur Neugestaltung der armenischen Medien vor. In den letzten zehn Jahren hat Armenien einige Fortschritte auf dem Gebiet der Meinungsfreiheit erworben. Dies war möglich weitgehend anhand einer unabhängigen Online-Plattform, sowie einschließlich der Zivilgesellschaft. In den letzten zehn Jahren konnten Online-Medien durch den konsequenten Kampf Redefreiheit erreichen. Viele Medien, sowie ermittelte Journalisten hatten die Möglichkeit, zahlreiche Korruptionen und Probleme herauszufinden. Die früheren Behörden fanden den Weg, die Enthüllungen zu umgehen: Am besten durch die Vermeidung der Antworten oder durch die Ignorierung von Fakten. Das Problem war jedoch bei den öffentlichen und privaten Medien unterschiedlich. Vor der Revolution passten die Nachrichtenabteilungen von mehr als siebzehn Fernsehsendern ihre Berichte hauptsächlich zur Residenz des Präsidenten an. Das heißt, das tägliche Nachrichtenmaterial bestand aus einem regierungsnahen Szenario. Im Fernsehen gab es tatsächlich keine unerwünschten politischen Inhalte enthaltene Berichte. Unter diesen Umständen wurden soziale Medien, insbesondere das Facebook immer wichtiger, wodurch objektive Nachrichtenseiten verbreitet wurden. Der Beginn und Verlauf der revolutionären Bewegung in Armenien wurde auch über soziale Medien verbreitet.

Ganz anders ist die Situation im heutigen nachrevolutionären Armenien. Heutzutage üben die Behörden keinen Druck auf die Medien aus. Es gibt keine Medien, die solche Tatsache anführen können. Die Situation von Journalisten und oftmals Medienvorsitzenden ist jedoch heute ziemlich problematisch. Die privaten Medien gehören immer noch größtenteils zu verschiedenen Oligarchen, die hauptsächlich in die früheren Regierungskreise involviert waren. Zurzeit führen diese Medien eine Anti-Propaganda gegen Behörden.

Die Anwältin und Expertin Elen Manasyan, die beim Treffen anwesend war, stellte das aktuelle Korruptionssystem im Medienbereich vor und wies auf die realen Eigentümer von Nachrichtenseiten und Agenturen hin. Eine der Massenmedien, die kürzlich falsche Informationen über die armenische Realität verbreitete, ist das von der Gesellschaft benannte „Kotscharyan News“. Es geht um die vom zweiten armenischen Präsidenten Robert Kotscharyan finanzierten Medien, wer zurzeit eine Reihe von Anklageartikeln durchläuft. Der ehemalige Präsident, der über enormes Kapital verfügt, finanziert also eine Reihe von Medien, um regierungsfeindliche und falsche Propaganda zu verbreiten.

Marine Kostandyan präsentierte koordinierte Informationen über Fake-Websites und -Gruppen. Sie erklärte dem Publikum, wie man falsche Nachrichten von echten unterscheiden kann. Allen Teilnehmern wurden Fragen gestellt, von welchen Webseiten sie die Information erhalten. Danach gab es darüber Diskussionen, Kommentare.

Die Bloggerin Lilit Avdalyan stellte die Situation der Journalistenrechte unter den gegebenen Umständen vor.

Gennadi Kaunov stellte die Rolle und die Möglichkeiten der Medien in Moldawien dar. Er präsentierte noch einmal dem Publikum die Idee dieses Programms, die Webseite und ihre Funktionen.

Nach der Zusammenfassung der Ergebnisse des Seminars haben die Experten festgestellt, dass im armenischen Medienbereich nach der ca. 25 jährigen Pause eine besondere Situation herrscht, in der die Medien von staatlichen Beschränkungen frei sind. Es gibt jedoch ein wirtschaftliches Problem, das häufig die Ursache für die nicht objektive Rolle des Medienfelds auftritt. Aber existieren noch objektive, unparteiische Medien, wie das „Radio-Asatutyun“, die die ganze Verantwortung der vor- und nachrevolutionäre Zeit übernommen haben. Viele Journalisten und Reporter wurden einfach Helden in diesem Kampf.

Dieses Projekt gibt eine gute Möglichkeit, die Situation in den Medien, insbesondere in den Regionen, zu kommentieren und öffentliche Diskussionen zu organisieren.

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