Im Kalten Krieg gegründet, ist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte bis heute weltweit aktiv

 

Im Interview spricht ihr Vorsitzender über Religionsfreiheit, politische Gefangene und den kubanischen Geheimdienst.

Edgar Lamm IGFM

Herr Lamm, für viele ist Amnesty International ein Begriff – die IGFM ist dagegen weniger bekannt. Was ist das für eine Organisation?

Die IGFM wurde 1972 als Reaktion auf die Verharmlosung der Menschenrechtsverletzungen in der DDR und Osteuropa gegründet. Heute ist sie in 38 Ländern vertreten, zählt allein in Deutschland rund 3000 Mitglieder und hat Beobachterstatus beim Europarat sowie beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Wir verstehen uns als unabhängige, basisnahe Menschenrechtsorganisation – getragen von Freiwilligen und Spendern, die sich mit Appellen, Hilfsaktionen und Öffentlichkeitsarbeit für Verfolgte einsetzen.