Das Auswärtige Amt bestätigte die Informationen über das Todesurteil gegen den deutschen Staatsbürger Rico Krieger in Belarus

Wie das Auswärtige Amt auf DW-Anfrage mitteilte, leisten das Ressort und die deutsche Botschaft in Minsk dem Betroffenen konsularischen Beistand und arbeiten intensiv mit den belarussischen Behörden in seinem Interesse zusammen. „Die Todesstrafe ist eine grausame und unmenschliche Form der Bestrafung, die Deutschland unter allen Umständen ablehnt“, heißt es in der Antwort des Auswärtigen Amtes.
Zuvor hatten die Menschenrechtsaktivisten von „Viasna“ berichtet, dass der deutsche Staatsbürger Rico Krieger in Belarus zum Tode verurteilt wurde. Nach ihren Informationen wurde er mehrerer schwerer Artikel des Strafgesetzbuches für schuldig befunden, darunter ein terroristischer Akt.
Nach den Angaben auf seiner LinkedIn-Seite ist Rico Krieger etwa 30 Jahre alt. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er eine Berufsausbildung als Mechaniker. Drei Jahre lang arbeitete der Mann als Sicherheitsbeauftragter im Büro des US-Außenministeriums in Berlin und wechselte dann in den Bereich der Sozialhilfe. Im Jahr 2021, so geht aus seinen Angaben im sozialen Netzwerk hervor, bekam er einen Job beim Deutschen Roten Kreuz als Facharzt für Notfallmedizin.
Wie „Viasna“ schreibt, fand der Prozess gegen den deutschen Staatsbürger vor dem Minsker Landgericht statt. Er wurde am 24. Juni verurteilt.
Quelle: DW
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