Jede Spende ist willkommen, jede Spende ist Hilfe, jede Spende ist Solidarität.

Wir helfen den ukrainischen Flüchtlingen – Bitte helfen Sie mit

Sehr geehrter Leser, sehr geehrte Leserin,

Krieg in Europa – Hunderttausende auf der Flucht. Kein Land in Europa war darauf vorbereitet, nicht auf den Krieg, nicht auf so viele Flüchtlinge. Vor allem die Anrainerstaaten Russlands und der Ukraine sind nicht auf Flüchtlinge vorbereitet. Doch die Solidarität der Staaten mit der Ukraine und ihrer Bürger mit den Flüchtlingen ist groß.

„Flüchtlinge sind immer noch entsetzt über das, was passiert ist. Viele flohen nur mit Ausweisen. Stundenlang schlaflos, verängstigt von den Schrecken des Krieges, sagen die Flüchtlinge, sie wüssten nicht wohin. Unsicherheit ist ihr größter Albtraum“, berichtet Gennaij Caunov, IGFM-Sektion Moldau am 26.2.2022

Die IGFM kennt diese Situation. Seit 40 Jahren schickt die IGFM Lastzüge mit humanitärer Hilfe nach Osteuropa: 1981 nach Ausrufung des Kriegsrechts in Polen zur Unterstützung der verfolgten Anhänger von Solidarnosc, seit 1990 den Opfern des Ceausescus-Regime in Rumänien, seit 1992 den Opfern des Jugoslawienkriegs in Kroatien und Bosnien-Herzegowina, seit 1993 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion für die Armen und für die ausgesetzten Kinder in Russland, der Ukraine, in Litauen und Lettland, seit 2020 für die nach Litauen, Lettland und Polen geflohenen Oppositionellen aus Belarus. Im Dezember 2021 konnten wir den 500. Hilfsgütertransport vermelden. Unsere Erfahrung teilen wir mit unseren IGFM-Sektionen und –Aktivisten in Litauen, Lettland, Polen, Rumänien, Tschechien und Moldau.

Die meisten Flüchtlinge sind mit Koffern gekommen; Kleiderspenden haben momentan keine Priorität. Wichtig sind jetzt Geldspenden, die wir vor Ort brauchen:

– für den Transport von Flüchtlingen, besonders verletzter oder traumatisierter Flüchtlinge und Kinder zu Hilfe- und Krankenstationen

– für den Kauf von SIM- und Guthabenkarten, damit die Flüchtlinge Kontakt zu ihren Angehörigen in der Ukraine halten können
– für Hygieneartikel wie Shampoos, Zahnpasta, Waschmittel usw. sowie Unterwäsche
– für Verbandszeug, Pflaster und Medikamente
– für Kleinkindbedarf wie Windeln, Babynahrung und –pflegeartikel
– für Anwälte, die die Flüchtlinge anhören, um notwendige Dokumente erstellen zu können
– für Verpflegungsbedarf für Helfer und als Ersthilfe für neuankommende Flüchtlinge

Im nächsten Schritt stellen wir Hilfsgüter zusammen, die wir aus logistischen Gründen in Deutschland beschaffen wie z.B. Krücken, Rollstühle, Krankenbetten und anderen orthopädischen Bedarf für gehandicapte und verletzte Flüchtlinge, warme Decken, Schuhe und Kleidung zum Wechseln. Die Kosten jeden Transports belaufen sich auf ca. 1.500 €.

Wir achten darauf, dass es nicht zu Wettbewerbssituationen zwischen alten (belarussischen) und den neuen Flüchtlingen (ukrainischen) kommt, sondern es gehört zu unseren Arbeitsprinzipien, dass wir Flüchtlinge in die Hilfe für andere einbinden: Flüchtlinge werden zu Helfern.

Jede Spende ist willkommen, jede Spende ist Hilfe, jede Spende ist Solidarität.

Frankfurt am Main, 28. Februar 2022 

Edgar Lamm                                                                              Karl Hafen

Vorsitzender                                                                              ehem. Geschäftsf. Vorsitzender