Am 27. Mai nahm der Generalsekretär der IGFM, Matthias K. Boehning, an einem Briefschreib-Workshop in Berlin teil, der gemeinsam von der IGFM und der Menschenrechtsorganisation Libereco organisiert wurde.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Schreiben von Postkarten an ukrainische zivile Gefangene, die von den russischen Behörden festgehalten werden, sowie das Versenden von Appellbriefen an die russische Botschaft.

Mit etwa 20 Teilnehmern wurden 50 Postkarten und 60 Appellbriefe verfasst. Liusiena Zinovkina, die Ehefrau eines inhaftierten Zivilisten, berichtete über die Entführung ihres Mannes und bestätigte, dass ähnliche Postkarten ihn bereits erreicht hätten, was den Wert solcher Aktionen unterstreicht.

 

Die Zusammenarbeit mit Libereco hat sich als konstruktiv erwiesen, und es werden derzeit Gespräche geführt, um das Workshop-Modell in anderen deutschen Städten, einschließlich Frankfurt, zu wiederholen. Interessierte Gruppen werden mit einem Paket von Materialien unterstützt. Das ISHR-Sekretariat prüft auch die Möglichkeit, ähnliche Briefschreib-Workshops in anderen Ländern der Welt durchzuführen.

Darüber hinaus prüft das Internationale Sekretariat der ISHR die Möglichkeit, Gefangenenporträts auf der ISHR-Website zu präsentieren, um die Sensibilisierungsbemühungen weiter auszubauen. Die Initiative spiegelt das anhaltende Engagement der ISHR für die Menschenrechte und die Solidarität mit der Ukraine wider.