Schritte der Toleranz oder das „Urasa-Bajram“ in Moskau

Das Büro des Moskauer Bürgermeisters hat die Moskauer über eine Reihe von Straßensperrungen im Zusammenhang mit dem Feiertag „Urasa-Bajram“ (muslimisches Fest des Fastenbrechens, Anmerk. der Übersetzerin) vom 23-25. Juni d.J. informiert. (https://ria.ru/society/20170622/1497102671.html).

So wird am Freitag von 10.00-14.00 Uhr der Verkehr auf der Großen-Tataren-Straße begrenzt (an der Stelle vom Alten-Tolmatschewskij-Pereulok bis zum Kleinen-Tataren-Pereulok). Am Sonntag werden von 04.00 bis 11.00 Uhr Verkehrsbeschränkungen in der Nähe von Moskauer Moscheen eingeführt: – auf der Durow Straße, der Schtschepkin (der Abschnitt von der Samara-Straße zum Garten-Ring), der Meschtschanskaja, der Giljarowskaja Straße (der Abschnitt vom Kapelskij-Pereulok zum Garten-Ring), dem Kapelskij-Pereulok (von der Friedensallee bis zur Giljarovskaja-Straße) sowie auf dem Wypolsow-Pereulok im Umkreis von Haus 7.

Der Verkehr wird eingeschränkt in der Nähe der historischen Moschee auf folgenden Straßen: Große Tatarskaja, Alter-Tolmatschewskij-Pereulok, Kleiner-Tatarskij-Pereulok, Klimentowkskij- und Osersowskij-Pereulok. Um die Moschee „Schuchada“: die Junobutowskaja (der Abschnitt von der Ostafewskaja zur Bunin Allee); auf der Minsker-Straße (in der Nähe von der Mosfilmowskaja bis zum Kutusowskij-Prospekt); auf dem Andropow-Prospekt gegenüber von Haus 11.

Darüber hinaus wird am Sonntag von 04.00 bis 11.00 Uhr in der Gegend der Moscheen „Jadjam“ und „Inam“ auf der Chatschaturjana-Straße (der Abschnitt von der Altufjeskoje-Chausee bis zur Otradnaja) im Zusammenhang mit der Einschränkung des Verkehrs auf der rechten Spur mit Verkehrsproblemen zu rechnen sein. Ebenso wird dort vorübergehend der öffentliche Nahverkehr ausgesetzt. Von 07.00 bis 08.30 Uhr ist der Eingang in die U-Bahn-Station „Minsk“ für Fahrgäste geschlossen. (http://newtribuna.ru/news/2017/06/22/79900/).

Bei alledem sieht sich das Büro des Bürgermeisters nicht zu irgendwelchen unabdingbaren Sicherheitsmaßnahmen genötigt. Solche wie Polizeiabsperrungen und Nationalgarde, wie umfassende Gesichtskontrolle, so wie sie jüngst am 12. Juni, am Festtag Russlands eingesetzt wurden.

Die Bewohner der Hauptstadt reagieren mit Verständnis auf die Unannehmlichkeiten, denn die Entscheidung der Stadtverwaltung ist rechtlich völlig in Ordnung und gewährleistet, dass ungefähr zwei Millionen Moskauer sowie Gäste der Hauptstadt, die dem Islam angehören, ihre religiösen Rechte ausüben können.

Und ganz selbstverständlich sollte der städtische Verwaltungsapparat den Hauptstadtbewohnern nicht weniger Respekt und Verständnis zollen, wenn es um die Gewährleistung zur Ausübung der politischen Rechte geht.

Bei der Prüfung von Anträgen für friedliche Versammlungen oder öffentliche Prozessionen, von wem sie auch immer gestellt werden, sei es ruhig auch von Aleksej Nawalnij, sollte gewährleistet werden, dass Moskauer öffentlich und ohne unzumutbare Inhaftierungen und Bußgelder ihre Haltung zu aktuellen Themen der öffentlichen Verwaltung zum Ausdruck bringen können.

Und die Moskauer zeigen sicher eine ebensolche Toleranz wie gegenüber dem „Urasa-Bajram“, wenn auf ein-zwei Straßen der Moskauer Innenstadt und nicht irgendwo in der Moskauer „Pampa“ friedliche politische Treffen oder Demonstrationen der Opposition stattfinden.

Urasa-Bajram, Fest des Fastenbrechens, 2014 in Moskau (http://www.interfax.ru/photo/1868/22317):

Fest Russlands und Treffen der Opposition am 12. Juni 2017 (http://kp.ua/politics/578490-ytohy-vserossyiskoho-mytynha-v-moskve-y-peterburhe-1000-zaderzhannykh-draky-y-haz)