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„Rettungswagen für Charkiw – Spenden, damit geholfen werden kann“

Russische Truppen greifen täglich Ziele in der Ukraine an. Auch Krankenhäuser, medizinische Einrichtungen und Rettungsdienste werden gezielt bombardiert. Insbesondere in frontnahen Regionen und Städten wie Kherson, Kramatorsk oder Charkiw ist die Gefahr sehr hoch. Absolut pervers ist zudem die gezielte Jagd auf Zivilisten und Infrastruktur in Kherson durch sogenannte FPV-Drohnen (First-Person-View), die sogenannte „Human Safari“. Doch auch in anderen Städten werden Rettungsdienste und Ersthelfer genauso Opfer von Drohnen- und Raketenangriffen.

Aus Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, hat uns nun ein dringender Ruf nach Unterstützung erreicht. Usov Wladimir Viktorovich, Leiter der Militärverwaltung des Bezirks Charkiw und Zabashta Viktor Federovich, Direktor des regionalen Zentrums für Notfallmedizin und Katastrophenhilfe, haben sich per Video ans uns gewandt. Dort berichten sie über die Situation in Charkiw, Usov Wladimir Viktorovich teilt uns in dem Video mit:

„Wir wenden uns an Sie mit der Bitte um Hilfe der Bereitstellung von Wohltätigkeitshilfe in Form von Krankenwagen. Unser Bezirk befindet sich in einer Kampfzone. Fünf Gemeinden befanden sich in der Besatzungszone – sind jetzt befreit. Aber es finden weiterhin aktive Kampfhandlungen statt. Täglich leiden die Mediziner unter Explosionen, Verletzungen und Schäden an den Fahrzeugen.“

Usov Wladimir Viktorovich, Leiter der Militärverwaltung des Bezirks Charkiw

Während des Krieges wurden im Zentrum mehr als hundertneunzig Fahrzeuge beschädigt, mehr als zwanzig davon sind vollständig zerstört und nicht zu reparieren. Praktisch täglich werden die Fahrzeuge von Drohnen angegriffen, elektronische Gegenmaßnahmen helfen nicht immer. Daher benötigen wir Hilfe bei den Fahrzeugen.

Zabashta Viktor Federovich, Direktor des regionalen Zentrums für Notfallmedizin und Katastrophenhilfe

IGFM-Mitglied Jens Leisenberg übergibt Zabashta Viktor Federovich medizinisches Material

Mit Zabashta Viktor Federovich, Direktor des regionalen Zentrums für Notfallmedizin und Katastrophenhilfe, sind wir bereits seit Jahren im Kontakt.

Bei vergangenen Fahrten in die Ukraine konnten wir bereits medizinisches Material, weitere humanitäre Hilfe und auch Krankenwagen aus Spendenmitteln mit seiner Hilfe im Raum Charkiw verteilen.

Federovich berichtet im Video nun über die aktuelle Lage und die Alltagsrealität der Rettungsdienste.

Wir haben bereits die Zusage einiger Spender erhalten, aber wir brauchen insgesamt circa 30.000 Euro um die zwei gebrauchten Krankenwagen zu erwerben und um die Kosten der Überstellung zu bestreiten.

Dankenswerterweise hat das IGFM-Mitglied Jens Leisenberg die gesamte Organisation übernommen, geeignete Fahrzeuge gesichtet und geprüft, erste Spender an Bord geholt und wird auch den Transport planen und durchführen. Jetzt sind wir für weitere finanzielle Unterstützung auf Sie angewiesen!

Dieser gebrauchte Rettungswagen wird dringend in Charkiw gebraucht.

Vom Fair-Trial-Monitoring in der Ukraine, Transporten und Verteilung von humanitärer Hilfe an verschiedene Orte in der Ukraine, bis zum Einsatz für verschleppte ukrainische Zivilisten auf nationaler und europäischer Ebene durch unser Frankfurter Team, die IGFM und ihre Partner stehen fest an der Seite der Ukraine. 

In den letzten Jahren konnten wir bereits mehrere Krankenwagen, medizinisches Material und ganze Lastzüge mit humanitärer Hilfe – teils gesammelt, teils zugekauft – zu unseren Partnern in der Ukraine schicken und unsere dortige Sektion sowie weitere Partner finanziell unterstützen. Nun steht ein weiteres konkretes Projekt an und wir und das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. freuen uns auf Ihre Unterstützung.

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern in Deutschland, die unsere Hilfe ermöglichen.