{"id":5594,"date":"2013-10-13T16:42:36","date_gmt":"2013-10-13T14:42:36","guid":{"rendered":"http:\/\/humanrights-online.org\/en\/russland-ein-reisebericht-nach-perm-zum-projekt-wohnung\/"},"modified":"2021-11-26T10:53:37","modified_gmt":"2021-11-26T09:53:37","slug":"russland-ein-reisebericht-nach-perm-zum-projekt-wohnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/russland-ein-reisebericht-nach-perm-zum-projekt-wohnung\/","title":{"rendered":"Russland: Ein Reisebericht nach Perm zum Projekt &#8220;Wohnung&#8221;"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-background-position:left top;--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-top:20px;--awb-padding-bottom:20px;--awb-border-sizes-top:0px;--awb-border-sizes-bottom:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last fusion-column-no-min-height\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left\" style=\"margin:0;\">Russland: Ein Reisebericht nach Perm zum Projekt &#8220;Wohnung&#8221;<\/h1><\/div><div class=\"fusion-image-element in-legacy-container\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/csm_Das-Glueck-verbirgt-sich-nicht-hinter-den-Bergen-klein-Seiteninhaltselement_2820f771ff.jpg\" alt class=\"img-responsive\"\/><\/span><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><h4>Ein \u00dcberbleibsel aus der Sowjetzeit mit Blick auf den Fluss Kama: \u201eDas Gl\u00fcck verbirgt sich nicht hinter den Bergen\u201c \u2013 ein feste Redewendung, die bedeutet \u201eDas Gl\u00fcck kommt bald.\u201c<\/h4>\n<\/div><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"margin-left: auto;margin-right: auto;width:100%;\"><\/div><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><p>Wie der Name &#8220;kvarti\u0341ra&#8221; schon sagt, geht es bei dem Projekt um Wohnungen \u2013 die Wohnungen von Angeh\u00f6rigen ehemaliger politisch Verfolgter, die aufgrund des hohen Alters nicht mehr die M\u00f6glichkeit haben, ihr Zuhause alleine auf Vordermann zu bringen. In diesem Jahr hatte sich nur eine kleine Zahl an Teilnehmern f\u00fcr die Renovierungsarbeiten gefunden, dadurch wurde der Kontakt aber umso intensiver und wir wuchsen zu einer richtigen Familie zusammen. &#8220;Wir&#8221; das sind Alexandra, kurz Sascha, und Dima, die beide das Camp leiteten, Cristina, ebenfalls aus Perm half bei der Organisation, Natascha aus Jekaterinburg, Ivan aus Perm, Ibo &#8211; kurz f\u00fcr Ibrahim aus der T\u00fcrkei, Martyna aus Polen und ich. In der zweiten Woche kamen noch Anna und Alexej zu unserer Gruppe hinzu.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-first\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%; margin-right: 4%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-3\"><p><b>Ankommen und Unterkommen <\/b><\/p>\n<p>Nach einem vierst\u00fcndigen Zwischenstopp in Moskau endlich in Perm angekommen, war ich zun\u00e4chst \u00fcberrascht, wie klein der Flughafen doch ist; aber im Gro\u00dfraum Frankfurt aufgewachsen, muss ich mir immer wieder ins Ged\u00e4chtnis rufen, dass nur wenige St\u00e4dte vergleichbare Drehkreuze sind, auch wenn die Einwohnerzahl h\u00f6her liegt.<\/p>\n<p>Sascha holte mich am Flughafen ab und mit dem Bus fuhren wir in die Innenstadt zum Studentenwohnheim, das f\u00fcr die kommenden zwei Wochen zu unserem Zuhause wurde. Auf der etwa vierzigmin\u00fctigen Fahrt machte ich eine Beobachtung, die ich rein gar nicht erwartet hatte: Das Bild der Stadt erinnerte mich in fast allen Facetten an Kasachstan: der Zustand der Stra\u00dfen mit den zahlreichen Schlagl\u00f6chern, die Verkehrsmittel, darunter eine gro\u00dfe Zahl an ausgedienten deutschen Bussen, viele unsch\u00f6ne Plattenbauten, gro\u00dfe M\u00fcllcontainer, in die jeglicher Abfall unsortiert geworfen wird, das Gewirr von Strom- und Tramleitungen \u00fcber meinem Kopf.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-image-element in-legacy-container\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-2 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/csm_Perm-36-IGFM-01_374999e156.jpg\" alt class=\"img-responsive\"\/><\/span><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-4\"><h4>Perm war in der Sowjetunion ber\u00fcchtigt f\u00fcr die dortigen Straflager. &#8220;Perm 36&#8221; ist die einzige GULag-Gedenkst\u00e4tte Russlands. Nach dem Willen der russischen Beh\u00f6rden, soll sie geschlossen werden<\/h4>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-3 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-5\"><p>Nur die renovierten Altbauten, die beispielsweise von Gesch\u00e4ftsleuten seit der Gr\u00fcndung der Stadt 1723 errichtet wurden, zeigten mir, dass ich in Russland war.<\/p>\n<p>Es dauerte etwas, bis wir mittags unser Zimmer beziehen konnten, da gerade Mittagszeit war und die erste Entdeckung waren erst mal Kakerlaken! Zum Gl\u00fcck nicht so gro\u00df wie neuseel\u00e4ndische, aber eben doch Kakerlaken. Ein sicheres Indiz daf\u00fcr, dass die Studentenwohnheime bei weitem nicht deutschen Standards entsprechen: bis zu vier Menschen in einem Zimmer, Duschen nicht auf jeder Etage und Toiletten, auf die man sein eigenes Klopapier mitnehmen muss, nur am Ende des Flurs mit \u00fcber zehn Zimmern. Da die meisten Studenten in der vorlesungsfreien Zeit aber wegfahren, war es ziemlich ruhig und auch sonst, w\u00e4re zu bezweifeln, dass die Duschen \u00fcberf\u00fcllt w\u00e4ren, denn jeden Sommer werden die Rohre auf den Winter vorbereitet. Was das auch genau f\u00fcr Ma\u00dfnahmen seien m\u00f6gen, einher geht die Abstellung des hei\u00dfen Wassers. An unserem Ankunftstag gab es noch einen Aushang, dass es am kommenden Tag wieder Warmwasser g\u00e4be, aber dass es sich um ein leeres Versprechen handelte, war gleich abzusehen.<\/p>\n<p>Aber ob kalte Duschen oder Kakerlaken, die uns sogar dazu brachten, von drei Zimmern nur zwei zum Schlafen zu nutzen, es blieb immer lustig und zeigte, dass die Menschen dort ganz andere Priorit\u00e4ten haben und wie wenig aussagekr\u00e4ftig \u00e4u\u00dfere Lebensumst\u00e4nde f\u00fcr die Zufriedenheit sind. Denn mir mochten die zu reparierenden Wohnungen klein, dunkel, vollger\u00fcmpelt, verstaubt und von Grund auf reparaturbed\u00fcrftig erscheinen, unsere Arbeit nur als ein winziger Teil improvisatorischer und kreativer Ver\u00e4nderungen, die den Grundzustand nur geringf\u00fcgig verbesserten, aber man verga\u00df nicht, dass alles damit anf\u00e4ngt, dass man ein Dach \u00fcber dem Kopf hat, das nicht \u00fcber einem selbst einf\u00e4llt.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-4 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-first\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%; margin-right: 4%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-image-element in-legacy-container\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-3 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/csm_Perm-36-IGFM-02_0b79fb0fb2.jpg\" alt class=\"img-responsive\"\/><\/span><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-6\"><h4>Die russische Menschenrechtsorganisation &#8220;Memorial&#8221; k\u00fcmmert sich um die Lager\u00fcberlebenden, ihre Angeh\u00f6rigen und um die Gedenkst\u00e4tte Perm-36.<\/h4>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-5 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-7\"><p>Wie wir mit der neuen Verkleidung aus d\u00fcnnen Styroporplatten jemandem halfen, den sonst niemand interessiert, dass filmte sp\u00e4ter sogar ein kleines Fernsehteam und interviewte sowohl unsere Babuschka als auch uns Freiwillige! Babuschka ist eine liebevolle Bezeichnung f\u00fcr Oma im Russischen, und so nannten wir die Frauen, denen wir halfen.<\/p>\n<p>Zum Essen zu gelangen, h\u00e4tte nicht einfacher sein k\u00f6nnen: aus der T\u00fcr des Wohnheims raus, um gleich in die n\u00e4chste hinein zu gehen, hinter der sich eine \u00f6ffentliche Cafeteria verbarg, in der wir Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen bekamen. Generell nichts Besonderes und ab und an etwas Bizarres, wie zum Beispiel am ersten Arbeitstag, der wie jeder Tag nat\u00fcrlich mit Fr\u00fchst\u00fcck begann: Milchreis &#8211; ganz normal, wenn darauf nicht noch etwas Butter gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-6 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-8\"><p>Naja, es schmeckte trotzdem und genau das erhielt ich auch zur Antwort, als ich am folgenden Tag doch fragte, wass es mit der Butter auf dem Brei auf sich habe: &#8220;Es schmeckt besser!&#8221; Das zeigte, dass hier generell gerne mit viel Fett gekocht wird. Da es statt frischem Gem\u00fcse \u00f6fters Fleisch gab, vermisste ich vor allem gr\u00fcnen Salat. Was mich aber sehr an zu Hause erinnerte, war die Tradition, Tee zu trinken: Abends sa\u00dfen wir in unserem Gemeinschaftsraum immer zusammen bei Tee und Keksen, in jedem Haushalt befanden sich auf dem K\u00fcchentisch immer S\u00fc\u00dfigkeiten und sobald man jemandes Haus betrat, wurde man zum Tee gebeten. Auch die Babuschki, zu denen wir kamen, um ihre Wohnungen zu renovieren, wollten uns morgens immer erst etwas zu essen anbieten. <b><\/b><\/p>\n<p><strong>Vom Abrei\u00dfen, Spachteln, Grundieren, Kleben und Streichen<\/strong><\/p>\n<p>Als wir am ersten Morgen in zwei Teams zu zwei verschiedenen Wohnungen aufbrachen, wusste ich, dass wir eine Decke reparieren sollten, und dass es am besten w\u00e4re, die Decke komplett neu zu verkleiden. Das allerdings wollte Babuschka trotz einigen \u00dcberzeugungsversuchen nicht, doch war das Ergebnis am Ende sehr zufriedenstellend im Vergleich zu dem, was wir vorfanden: Kleine Tapetenst\u00fccke, die an die Decke geklebt wurden, sich l\u00f6sten und dann noch mit Tesafilm zusammengehalten wurden. Schlimmer noch, denn als die Tapete zusammen mit viel Schutt unten war, kam eine total unebene Decke zum Vorschein kam. Dass wir \u00fcberhaupt etwas ver\u00e4ndern k\u00f6nnten, davon konnten wir Babuschka wohl nur dadurch \u00fcberzeugen, dass wir anfingen. Denn dass ich nicht die Gr\u00f6\u00dfte bin, ist allgemein bekannt, und Babuschka auch gleich aufgefallen. Martyna ist auch nicht gr\u00f6\u00dfer und Sascha als Projektkoordinatorin blieb nur f\u00fcr den Anfang bei uns. Ivan ist zwar auch kein Riese, aber vor allem beim Befestigen der neuen Verkleidung am n\u00e4chsten Tag, w\u00e4re es ohne eine gr\u00f6\u00dfere Person schwierig geworden. Da man bei dem Gedanken, die Decke zu begradigen, wohl auch gleich erw\u00e4gen k\u00f6nnte, ein neues Haus zu bauen, beseitigten wir nur die gr\u00f6\u00dften Unebenheiten. W\u00e4hrend wir dann warteten, dass die Grundierung trocknete, nahmen wir uns der K\u00fcche an: W\u00e4nde und Decke waschen. Ja, dem Material macht es durchaus nichts aus, wenn man mit einem nassen Lappen dar\u00fcber geht und es wirkt wahre Wunder. Denn sollte man vergessen haben, dass die Stadt Perm ca. eine Million Einwohner z\u00e4hlt, erinnert man sich sp\u00e4testens beim Blick auf den einst wei\u00dfen Lappen daran, welchen Dreck so viele Menschen und Autos mit sich bringen.<\/p>\n<p>In der zweiten Wohnung, ebenfalls in einem typischen Wohnhaus mit br\u00f6ckelnder Fassade gelegen, gab es dann mehr zu tun: Decke, W\u00e4nde und Fenster in K\u00fcche und Bad sollten einen neuen Anstrich bekommen, nachdem der Wasserschaden einer dar\u00fcber liegenden Wohnung seine Spuren hinterlassen hatte. So wurde flei\u00dfig alte Farbe abgekratzt, gespachtelt, geschliffen, grundiert und neu gestrichen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-7 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-first\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%; margin-right: 4%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-9\"><p>Es lief nicht alles wie geplant oder klappte auf Anhieb, aber wenn man mit seinem begrenzten Wissen vor dem Problem steht, dass zum Beispiel die erste Schicht Farbe beim Auftragen der n\u00e4chsten abbl\u00e4ttert, die eigene Gr\u00f6\u00dfe nicht ausreicht, um in allen Ecken zu streichen oder man nicht sicher ist, ob man \u00fcberhaupt genug Farbe hat, bleibt einem nichts anderes \u00fcbrig, als wie Ivan, Martyna und ich zusammen zu halten und zu improvisieren, um das Beste daraus zu machen. Und dass wir mit unserer wenigen Erfahrung das Beste aus K\u00fcche und Bad gemacht hatten, dar\u00fcber waren wir uns nach verrichteter Arbeit einig, auch wenn wir es unserer Babuschka leider nicht mehr pers\u00f6nlich zeigen konnten, da sie verreist war.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-8 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-image-element in-legacy-container\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-4 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/csm_Perm-36-IGFM-Robert-Latypov_6fd322d7a5.jpg\" alt class=\"img-responsive\"\/><\/span><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-10\"><h4>Robert Latypov, der Vorsitzende von Memorial, k\u00e4mpft daf\u00fcr, die Erinnerung an den GULag lebendig zu halten.<\/h4>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-9 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-11\"><p>Am letzten Vormittag in der Stadt halfen wir noch im B\u00fcro des Museums Perm-36. Leider wurde unsere Hilfe aus einem sehr unerfreulichen Grund ben\u00f6tigt: Das Museum ist schon seit einigen Monaten geschlossen und jetzt will die Stadt auch noch ein kleines Zimmer, das als Archiv benutzt wurde, wieder haben. Damit alle Dokumente und B\u00fccher im Museumsbesitz bleiben, halfen wir dabei, Kisten aus einem Zimmer ins andere zu schleppen. Da sich das B\u00fcro im Sozialamt der Stadt befindet, und es am Eingang eine Wache gibt, die nat\u00fcrlich erst mal genau wissen wollte, was wir denn dort verloren h\u00e4tten, wusste man genau, man hat die russische B\u00fcrokratie und Verwaltung vor sich, genauso wie man sie sich vorstellt.<\/p>\n<p><b>Sich erinnern an die Vergangenheit, denn sie pr\u00e4gt die Gegenwart, in der wir unsere Zukunft gestalten &#8211; ohne den n\u00f6tigen Spa\u00df zu vergessen<br \/>\n<\/b><br \/>\nPerm ist bekannt f\u00fcr die vielen Lager des Gulags, die es hier gab, und um ehemalige politische Insassen k\u00fcmmert sich die Menschenrechtsorganisation Memorial. Memorial pflegt aber auch das einzige Lager, das zu einem Museum umgebaut wurde. Dieses Museum ist international bekannt, aber seit dem Fr\u00fchjahr geschlossen, Wasser und Elektrizit\u00e4t wurden ihm schon fr\u00fcher abgedreht. Am letzten Wochenende sollten wir trotzdem dort hinfahren und ich hatte mich schon seit meiner Entscheidung, nach Perm zu fliegen sehr darauf gefreut. Dort sollte auch ein anderes Freiwilligenprojekt stattfinden. Die Freiwilligen kamen an, aber das Projekt wurde von der neuen Direktorin abgesagt. Auch das Festival Pilorama, das auf dem Museumsgel\u00e4nde das letzte Mal 2012 mit tausenden Teilnehmern stattfand, musste bereits im vergangenen Jahr wegen Budgetk\u00fcrzungen abgesagt werden und in der diesj\u00e4hrigen Situation war an ein gro\u00dfes Festival \u00fcberhaupt nicht zu denken.<\/p>\n<p>Denn die Arbeit von Memorial, die sich f\u00fcr ehemalige Opfer politischer Repressionen einsetzen und Youth Memorial, die Organisation, die das Camp veranstaltet, spiegelt leider nicht das Denken der russischen Mehrheit wieder. Viel mehr erh\u00e4lt Putins Regierung immer mehr R\u00fcckendeckung, indem sie au\u00dfenpolitische &#8220;St\u00e4rke&#8221; zeigt. Innenpolitisch wird diese Macht dann dazu ausgenutzt, immer mehr Verbote zu erlassen und die Arbeit von NGOs zu behindern. In diese aktuelle politische Situation gew\u00e4hrte uns der Vorsitzende von Memorial, Robert Latypov, einen lebhaften Einblick, und erkl\u00e4rte in welch schwieriger Zeit unser Camp stattfand.<\/p>\n<p>Wie immer im Leben ist es so einfach, all das zu vergessen, vor allem sich dem Politischen nicht mal zuzuwenden, wenn nur so einseitig wie im russischen Fernsehen berichtet wird. Denn ist man nicht direkt involviert, k\u00f6nnte man im sp\u00e4ten Sonnenschein auf einer Hausdachparty fast glauben, die Welt sei so voller Friede und Freude, dass es Zeit f\u00fcr Eierkuchen sei. Hausdachparty, genau das bedeutet es in die Secret Bar in Perm zu gehen. Im sechsten Stockwerk auf einer Dachterrasse zu stehen, Livemusik zu h\u00f6ren und selbst um zehn Uhr abends noch in w\u00e4rmenden Sonnenschein geh\u00fcllt zu sein. Daran hatte ich vor meiner Reise n\u00e4mlich gar nicht gedacht, dass ich mich so weit in den Norden begab. Schon in Moskau am Flughafen wunderte ich mich, dass es so fr\u00fch hell zu werden schien, und dann d\u00e4mmerte es mir im wahrsten Sinne des Wortes. Im Juli sind die Tage in Perm nicht mehr so lang wie im Juni, aber es war immer noch so ungew\u00f6hnlich, dass es mich auch am Ende der zwei Wochen noch jeden Abend begeisterte.<\/p>\n<p>Auf dem Hausdach, rustikal mit Paletten und Sitzkissen eingerichtet, konnte man mal so richtig die Seele baumeln lassen. Erstaunlich, man k\u00f6nnte dieses Dach eine kleine isolierte Welt der Jugend nennen, die so in jedem anderen westlichen Land zu finden w\u00e4re, denn dass man in Russland ist, merkt man da oben nicht mehr. Die gleiche Art sich zu kleiden, die gleichen Sonnenbrillen, die gleiche Art zur gleichen Musik ein bisschen mit zu wippen, da bleibt nur noch die Frage, ob dieses kleine friedliche Universum irgendwann nicht nur in westlichen L\u00e4ndern anzutreffen sein wird, sondern weltweit die Gemeinsamkeiten \u00fcberwiegen werden, sodass diese Dachterrasse auf dem Erdboden Realit\u00e4t wird und wir nur noch gemeinsam tanzen. Tja, um realistisch zu sein, ich glaube nicht an ein solches Bild, aber gleichzeitig bin ich optimistisch, im Kleinen etwas tun zu k\u00f6nnen und so werde ich weiter W\u00e4nde spachteln, Decken grundieren und f\u00e4rben. Um der Welt ein anderes Gesicht zu verpassen, muss man irgendwo mit dem Anstrich beginnen!<\/p>\n<p>Es ist keineswegs unm\u00f6glich dem allt\u00e4glichen Treiben, der Aufregung und dem Stress auch mitten in der Stadt zu entkommen, wie ich an einem Nachmittag in einem katholischen Kloster ganz nah an unserem Studentenwohnheim erleben konnte. Cristina ist mit den Nonnen befreundet und nahm uns zu einer Gebetsstunde mit (wie die korrekte Bezeichnung ist, erfuhr ich nicht). In einem kleinen Raum mit Altar beteten vier Frauen \u00fcber eine Stunde lang am Boden, kniend oder im Schneidersitz sitzend, auf Englisch! Denn das Kloster scheint wie wir eine zusammengew\u00fcrfelte Gruppe zu sein; wir sprachen mit zwei Nonnen, eine aus Indien und die andere aus Polen. Die Lieder und Gebete wurden immer nicht nur einmal, sondern sehr oft gesprochen, dadurch wurde das Englisch zwar nicht unbedingt verst\u00e4ndlicher, aber auch wenn ich mit Religion wenig am Hut habe, war es einfach nur beruhigend, die Welt drau\u00dfen vor der T\u00fcr vorbei ziehen zu lassen und den monotonen Stimmen zuzuh\u00f6ren. Ich mag der katholischen Kirche kritisch gegen\u00fcber stehen, aber Fakt ist, dass diese Frauen von einer wundervollen G\u00fcte und Herzlichkeit waren und alles Negative, das man mit dem Vatikan verbindet, einfach nur weit weg erschien. Ich war ehrlich \u00fcberrascht, dass Martyna und ich als v\u00f6llig Fremde mit unseren Familien sofort ins Gebet eingeschlossen wurden. Zum Abschluss bekamen wir sogar einen kleinen Mutter Theresa Anh\u00e4nger geschenkt &#8211; f\u00fcr mich einfach ein kleines St\u00fcck Erinnerung.<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen ging es mit der Entspannung weiter, denn es ging in die Banja, die russische Sauna. Besonderes Highlight war nat\u00fcrlich, eine hei\u00dfe Dusche zu haben, da es im Wohnheim wie erwartet immer noch kein warmes Wasser gab.\u00a0 Sp\u00e4ter in der Woche gingen wir noch in eine andere, gr\u00f6\u00dfere Banja &#8211; und gr\u00f6\u00dfer meint, dass in dem Waschraum nur f\u00fcr Frauen 70 Personen Platz haben. An diesem Abend war es zum Gl\u00fcck \u00fcberhaupt nicht voll und das Beste war, dass Cristina und ich uns, wie es \u00fcblich ist, noch gegenseitig mit dem Wenik abgeschlagen haben. Ein Wenik ist einfach ein kleines B\u00fcndel Tannenzweige, es kann auch Birke oder Brennnessel sein, das in hei\u00dfes Wasser getaucht wird. Bei den leichten Schl\u00e4gen auf Arme, Beine und R\u00fccken sp\u00fcrt man regelrecht, wie der Dampf vom K\u00f6rper aufsteigt und ein herrliches Gef\u00fchl erzeugt! Vor allen Dingen, weil man sich immer noch kerndurchgew\u00e4rmt f\u00fchlt, selbst wenn man sich danach unter die kalte Dusche stellt und anschlie\u00dfend nach drau\u00dfen in die K\u00e4lte begibt.<\/p>\n<p>Samstagmorgen standen wir im str\u00f6menden Regen an der Bushaltestelle &#8211; und konnten unseren Atem sehen! In einem alten deutschen Bus, die man zahlreich antrifft, ging es \u00fcber eine Stunde lang raus aus der Stadt, Richtung Norden nach Khokhlovka. Khokhlovka ist ein Freilichtmuseum, in dem alte Holzh\u00e4user aus der Region aus dem 17.-20. Jahrhundert rekonstruiert bzw. teilweise Originale wieder aufgebaut wurden. Der Park ist wundersch\u00f6n am Kamastausee gelegen. Unser erster Eindruck beim Blick aus dem Busfenster war, dass wir auch am Meer sein k\u00f6nnten! Obwohl das Wetter sich kaum besserte, wir uns am Eingang mit Regenponchos ausstatteten und ziemlich schnell nasse F\u00fc\u00dfe hatten, hatten wir einfach eine Menge Spa\u00df. Gr\u00f6\u00dftenteils waren die Geb\u00e4ude leer, aber in anderen konnte man durch kleine T\u00fcren eintretend das Leben von fr\u00fcher entdecken. Und auch wenn es sich bestimmt in vielen Einzelheiten vom Leben in Mitteleuropa unterscheidet, habe ich mich sehr an den Hessenpark erinnert gef\u00fchlt. F\u00fcr mich zeigt das auch einfach, dass wir trotz zahlreicher Unterschiede alle Menschen sind, in jeder Zeit alle \u00e4hnliche Probleme zu l\u00f6sen haben und gleichzeitig nicht nur Kommunikation, sondern wahre Freundschaft \u00fcber diese Unterschiede hinweg m\u00f6glich ist. Ausgestellt waren nicht nur einfache H\u00e4user, sondern auch eine Kirche und die verschiedenen Geb\u00e4ude eines Salzwerks &#8211; alles aus Holz! Au\u00dferdem habe ich eine sehr interessante Pfeife aus Ton in der urspr\u00fcnglichen, traditionellen Form eines Vogels gekauft, auf der auch musikalisch weniger Begabte wie ich mehr als nur einen Ton produzieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-10 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-first\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%; margin-right: 4%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-image-element in-legacy-container\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-5 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/csm_Perm-36-IGFM-Secret-Bar_ca07c021d4.jpg\" alt class=\"img-responsive\"\/><\/span><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-12\"><h4>Die &#8220;Secret Bar&#8221; im sechsten Stockwerk auf einer Dachterrasse.<\/h4>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-11 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-13\"><p>Es war toll, entspannend und erfrischend, mal aus der Stadt rauszukommen und mehr von diesem riesigen Land zu sehen, von dem ich aus dem Flugzeug schon eine Ahnung bekam.<br \/>\nZur\u00fcck in Perm, h\u00f6rte das Programm nat\u00fcrlich nicht auf: Mirna, eine Kroatin, die hier ein Jahr als Freiwillige f\u00fcr Memorial gearbeitet hat, lud uns zu ihrer Abschiedsfeier ein. Ein lustiger Abend, bei dem es viel zu essen und nat\u00fcrlich auch das ein oder andere Glas zu trinken gab. Dort lernte ich auch weitere einheimische Freiwillige kennen, die in ihrer Freizeit Babuschki besuchen, sich mit ihnen unterhalten und im Haushalt helfen. Besonders interessant war die Begegnung mit einem Homosexuellen, der sogar in einer Gay-Bar arbeitet. Das Interessante war, dass er meine Frage, ob ihm die aktuelle homophobe Stimmung in Russland Angst mache, verneinte, aber hinzuf\u00fcgte, dass er trotzdem mit dem Gedanken spiele, deswegen auszureisen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-12 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-14\"><p>Sonntag lie\u00dfen wir es dann ruhig angehen &#8211; mit einer kalten Dusche. Natascha, Alexej, ein Bekannter von ihr, und ich spazierten auf der touristischen gr\u00fcnen Linie durch die Stadt. Sie f\u00fchrt an verschiedenen historischen und bedeutenden Geb\u00e4uden vorbei und vor jedem befindet sich ein Schild mit Erkl\u00e4rungen auf Russisch und Englisch. Ich musste jedoch sehr schmunzeln, als in einer der Erl\u00e4uterungen Wikipedia als Quelle angegeben war. Entgegen der eigentlichen Laufrichtung kamen wir unter anderem an den H\u00e4usern bedeutender Kaufleute, an Museen (\u201ePERMM\u201c, die bekannte contemporary art gallery wurde aber gerade restauriert, und war somit geschlossen), am Bahnhof, vor dem sich ebenfalls eine Baustelle befindet, an der Oper (leider ist die Saison vorbei; ich w\u00e4re zu gerne in Russland ins russische Ballett gegangen), an der Schule f\u00fcr Choreografie und Tanz, eine der bedeutendsten des Landes, und am B\u00e4ren, dem Wahrzeichen der Stadt vorbei. Auch an einem sch\u00f6nen blau-wei\u00dfen Geb\u00e4ude, das in Dr. Zhivago Erw\u00e4hnung findet, ging unser Weg vorbei. Aber die lustige, zugleich traurige, einfach russische Erscheinung all dieser Geb\u00e4ude \u00e4u\u00dfert sich darin, dass sie meist schon \u00f6fters restauriert wurden und die Fassaden trotzdem schon wieder br\u00f6ckelten oder sogar mit Graffiti bespr\u00fcht waren. Typisch Russland sind auch total alte, zerfallende H\u00e4user, in denen immer noch Menschen wohnen, direkt neben neuen, mehrst\u00f6ckigen Glasbauten.<\/p>\n<p>So ein langer Spaziergang kann dann schon mal m\u00fcde machen, und so passte es umso mehr, dass f\u00fcr den Abend unser interkulturelles Abendessen auf dem Programm stand: Ibo bereitete Couscous nach t\u00fcrkischem Rezept zu, Martyna kochte einen polnischen Borschtsch, Cristina schmierte Brote mit frischen Tomaten und Oliven\u00f6l nach spanischem Vorbild, wir hatten russische Salate und ich bereitete Kaiserschmarrn zu. Zum Kochen hatten unsere Campleader die notwendigsten Utensilien mitgebracht, da die K\u00fcche des Studentenwohnheims mit nichts au\u00dfer Herdplatte und Ofen ausgestattet war. Deshalb wird bei folgendem Kommentar jeder schmunzeln, der meine perfektionistischen Backgewohnheiten kennt: &#8220;Du bist in Russland, also miss in Bechern!&#8221;\u00a0 Auch wenn\u00a0 es ein \u00f6sterreichisches Gericht ist und ich statt einer Waage nur Becher hatte, waren selbst Rosinenhasser davon begeistert.<\/p>\n<p>An musikalischer Untermalung mangelte es dann auch nicht: Cristina spielte Gitarre und sang nicht nur auf Russisch und Englisch, sondern auch auf Polnisch mit viel ergreifender Emotion. Ganz andere Musikrichtungen gab Mischa als Vocalist wundersch\u00f6n zum Besten.<\/p>\n<p>Damit war dann auch schon die erste Woche vergangen, mit einer ganzen Hand voll neuer Eindr\u00fccke und Freunde, sodass man den Gedanken, dass es in nur weiteren sieben Tagen wieder nach Hause gehen sollte, gar nicht aufkommen lassen wollte.<\/p>\n<p>Bevor das Abschlusswochenende begann, kann ich von einer ruhigeren Woche als der ersten berichten, da wir es uns abends \u00f6fters einfach mit Tee in unserem Gemeinschaftsraum gem\u00fctlich machten. Das Wetter war n\u00e4mlich weiterhin nicht gerade sommerlich. Am Mittwoch hatten wir deshalb umso mehr Gl\u00fcck, als die Sonne sich hin und wieder zeigte, weil wir im Observatorium einen Blick durch ein in der DDR hergestelltes Teleskop auf sie werfen konnten! Astronomie werde ich deswegen jetzt kaum studieren, aber interessant war es trotzdem, man konnte n\u00e4mlich auch die Sonnenflecken erkennen.<\/p>\n<p>Was wesentlich n\u00e4her liegt als die Sonne, sind nat\u00fcrlich Gesch\u00e4fte, in die ich auch mal einen Blick werfen musste, aber da ich sowieso nicht so viel Platz im Rucksack hatte, war die Tatsache, dass der Kleidungsstil russischer Frauen, den man auch auf deutschen Stra\u00dfen des \u00d6fteren beobachten kann, nicht dem meinen entspricht, umso besser. F\u00fcr Russen ist das \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild sehr wichtig, sollte m\u00f6glichst fein und schick sein, und so kam ich mir auch schon mal in ganz normaler Alltagskleidung beim Gang durch die Stadt underdressed vor. Aber nat\u00fcrlich sind nicht alle begeistert von der Vorstellung, vor allem als Frau immer sch\u00f6n aussehen zu m\u00fcssen. Ich traf n\u00e4mlich zwei Germanistik-Studentinnen, f\u00fcr die das etwas ist, das ihnen gut an Deutschland gef\u00e4llt, dass man auch mal in seiner verstaubten Arbeitskleidung in den Supermarkt gehen kann, ohne schief angeschaut zu werden.<\/p>\n<p>Anstatt eines gro\u00dfen Einkaufsbummels, der \u2013 h\u00e4tte ich ihn durch ein Einkaufszentrum gemacht \u2013 aufgrund gleicher L\u00e4den in fast jedem anderen Industrieland genauso h\u00e4tte stattfinden k\u00f6nnen, bin ich dann lieber noch durch die staatliche Kunstgalerie geschlendert und hab mir die ber\u00fchmten Holzfiguren der finno-ugrischen V\u00f6lker angeschaut. Nun ja, religi\u00f6se Holzfiguren eben, aber das besondere an ihnen ist, dass in der orthodoxen Kirche dreidimensionale Abbildungen eigentlich verboten sind, es den Einheimischen bei der Missionierung aber erlaubt wurde, um den \u00dcbergang zum neuen Glauben einfacher zu machen.<\/p>\n<p>Glaube hin oder her, abends stie\u00df auch Ibo, der Moslem ist, mit uns an, denn bei Gatsby&#8217;s gibt es neben sehr leckeren Cocktails nat\u00fcrlich auch nichtalkoholische Getr\u00e4nke.<br \/>\nDonnerstag beendete meine Gruppe schon die Arbeit in unserer Wohnung und es war auch schon unser erster gemeinsamer Abschiedsabend, denn Martynas Reise ging am n\u00e4chsten Tag weiter auf den Baikal. Da uns die Stadt den Abschied mit hei\u00dfem Wasser nicht w\u00e4rmer machen wollte, ging es noch ein letztes Mal in die Banja!<\/p>\n<p>Aus der Stadt raus in Richtung Chusovoy ging es dann am Freitagnachmittag. Im Kleinbus landeten wir auf der holprigen Stra\u00dfe nat\u00fcrlich im Wochenendverkehr, die Zeit nutzten aber alle gern f\u00fcr ein Schl\u00e4fchen.<\/p>\n<p>Chusovoy ist sowohl der Name eines Flusses als auch einer Stadt nord\u00f6stlich von Perm. Au\u00dferhalb befindet sich ein ethnographisches Freilichtmuseum, in das das Freiwilligenprojekt der anderen Gruppe, das urspr\u00fcnglich in Perm-36 stattfinden sollte, verlegt wurde. Neben dem Museum befindet sich ein Olympia-Skipark, alles idyllisch und still im weiten, waldigen Russland gelegen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-13 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-first\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%; margin-right: 4%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-15\"><p>Vom anderen Lager wurden wir mit offenen Armen in einem gro\u00dfen h\u00f6lzernen Ferienhaus aufgenommen und mit Isomatte und Schlafsack ausstaffiert. Da wir nun \u00fcber 20 Freiwillige waren, hatten die M\u00e4dels, die kochten, einiges zu tun. Dass das Abendessen aber erst sp\u00e4ter serviert wurde, machte mir nichts aus, weil wir die Zeit zum Fu\u00dfballspielen nutzten und ich nach zwei Wochen endlich wieder ein bisschen Sport machen konnte. Dabei zeigte sich mal wieder Ivans sehr respektvoller Umgang mit M\u00e4dchen, als er meinte: &#8220;Ich kann nicht gegen sie k\u00e4mpfen!&#8221; Es wurde trotzdem ein gutes und lustiges Spiel.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-14 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-image-element in-legacy-container\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-6 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/csm_Perm-36-IGFM-russischer-Suessigkeitenladen_8cfe2c173b.jpg\" alt class=\"img-responsive\"\/><\/span><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-16\"><h4>S\u00fc\u00dfigkeiten geh\u00f6ren zum Tee. &#8220;Auch die Babuschki, zu denen wir kamen, um ihre Wohnungen zu renovieren, wollten uns morgens immer erst etwas zu essen anbieten.&#8221;<\/h4>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-15 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-17\"><p>Nach dem Abendessen fing der Abend aber erst richtig an! Eigentlich h\u00e4tte an diesem Wochenende das Festival und Diskussionsforum Pilorama auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Lagers stattfinden sollen. Budgetk\u00fcrzungen forderten aber, dass es schon im vergangenen Jahr nicht umgesetzt werden konnte. Da es f\u00fcr die Musiker und Memorial aber ein wichtiges Ereignis bleibt, das nicht einfach von der Bildfl\u00e4che verschwinden darf, entschlossen sich zwei Solisten mit Gitarre, die auch die bekannten Bardenlieder spielten, trotzdem f\u00fcr uns aufzutreten. Gekr\u00f6nt wurde das Konzert von Blues-Cobicednik, die mit Gitarre, Mundharmonika und E-Violine das Haus bis halb vier morgens zum Beben brachten! Es war eine tolle Atmosph\u00e4re und gute Musik, aber das Bewusstsein, \u00fcber den politischen Hintergrund des gesamten Aufenthalts und die Tatsache, dass diese wenigen Menschen, von denen ich ein Teil war, das sind, was von einem Festival mit mehreren tausend Besuchern \u00fcbrig ist, stimmte nachdenklich und mulmig. Immerhin standen die Musiker nur f\u00fcr uns im gleichen Stau, weshalb alles so sp\u00e4t wurde.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz hie\u00df es um halb zehn aufstehen und mit anpacken: Am Ende der Skipiste musste ein Graben mit etwa handballgro\u00dfen Steinen und Brocken gef\u00fcllt werden. Wieso auch immer, wurden sie aber nicht direkt an den Graben geliefert, sondern ca. 7 Meter davor h\u00e4ufte sich der Haufen. Zu zw\u00f6lft in zwei Ketten im Matsch stehend reichten und warfen wir so anderthalb Stunden lang Steine. Aber im Vergleich dazu, was drei M\u00e4dels mit einer Schubkarre schaffen, war das recht ineffizient! Au\u00dfer Natascha, Cristina und mir halfen dann n\u00e4mlich alle mit beim Heu. Mit der schweren Schubkarre teilweise im Nieselregen \u00fcber die unebene Wiese zu rennen, war zwar wesentlich anstrengender, aber auch sehr am\u00fcsant. Ziemlich schnell hatten wir n\u00e4mlich unsere Technik im Beladen, Schieben und Lenken raus und der Berg wurde merklich kleiner. Und es war einfach toll, wie in Neuseeland mal wieder an der frischen Luft zu arbeiten!<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen und einer hei\u00dfen(!) Dusche wieder etwas zu uns gekommen, erhielten wir noch eine F\u00fchrung durch das Freilichtmuseum. Im Gegensatz zu Khokhlovka waren hier die Holzh\u00e4user aus dem Ende des 19. Jahrhunderts nicht leer, sondern voller Originalausstattung, die nicht nur angeschaut, sondern auch angefasst werden durfte. Von B\u00fcgeleisen, T\u00f6pfen, Schuhen, Skiern, Musikinstrumenten bis hinzu Spielzeug war alles dabei und ich war begeistert wie ein Kind &#8211; vor allem das alte Karussell hatte es in sich! Bei einem anderen Vergn\u00fcgungsger\u00e4t, das eine f\u00fcnf Meter hohe Stange ist, an deren oberem Ende sich eine drehende Scheibe befindet, von der drei Seile bis auf Knieh\u00f6he h\u00e4ngen, meinte ich es zu gut mit der Schwerkraft und wurde nach einem H\u00f6henflug dann doch auf dem Bauch \u00fcber den Boden geschleift. Ein Loch in der Hose mindert den Spa\u00df f\u00fcr mich trotzdem nicht.<\/p>\n<p>Spa\u00df und Verwirrung gab es an diesem Wochenende auch noch mal f\u00fcr mein Sprachzentrum, denn es waren mehr Deutsche um mich und es hie\u00df nicht nur zwischen zwei, sondern zwischen drei Sprachen umschalten! Es ist aber toll, wenn man alle versteht und f\u00fcr manche haben die zwei Wochen zum ehrgeizigen Entschluss gef\u00fchrt, Russisch oder Englisch zu lernen. Einen musikalischen Abschluss fand auch dieser Abend, denn Cristina holte wieder ihre Gitarre raus und sang auf Russisch, Englisch und Polnisch.<\/p>\n<p><b>Perm-36: Ein greifbares St\u00fcck der GULag-Geschichte<\/b><\/p>\n<p>Unser letztes Ziel am Sonntag hatte dann wieder eine ganz andere Ernsthaftigkeit: Nach einigem Hin und Her wurde uns schlie\u00dflich doch der Besuch von Perm-36 erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Der Ort des ehemaligen Straflagers selbst ruft schon eine eigene Atmosph\u00e4re von Leid, Hunger und Tod hervor und wie passend dazu war auch der Wind eiskalt und schneidend und selbst in den windgesch\u00fctzten Baracken konnte ich mich in meinen drei Schichten nicht aufw\u00e4rmen. So als w\u00e4re die emotionale K\u00e4lte und H\u00e4rte von fr\u00fcher immer noch pr\u00e4sent. Und dabei der st\u00e4ndige Gedanke, dass die tausenden H\u00e4ftlinge dem nicht nach einem halben Tag entfliehen konnten, sondern \u00fcber Jahre hinweg, tagt\u00e4glich k\u00f6rperliche Schwerstarbeit leisten mussten.<\/p>\n<p>Was es aber erst zu einem unvergesslichen Besuch machte, war die F\u00fchrung, durchgef\u00fchrt vom Vorsitzenden von Memorial, Robert Latypov. Durch seine Darstellungen des Lebens in der Straflagerzone und einzelner Schicksale wurde dieses St\u00fcck Geschichte greifbarer. Aber in naher Zukunft, eigentlich heute schon wird es f\u00fcr niemanden mehr so erlebbar sein, denn Robert \u00e4u\u00dferte gleich zu Beginn seine Bef\u00fcrchtung, dass dies seine letzte F\u00fchrung \u00fcber das Gel\u00e4nde sein k\u00f6nnte. Und da war es wieder, dieses Bewusstsein \u00fcber die aktuellen politischen Hintergr\u00fcnde, die man doch nicht durchschauen kann, obwohl man irgendwie im Kleinen schon ein Teil des Ganzen ist. Aber Fakt ist, dass dieses einmalige Museum erhalten bleiben muss, dass diese Erinnerungen weitergegeben werden m\u00fcssen!<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich war dann die Zeit gekommen, in die Gegenwart und nach Perm zur\u00fcckzukehren, ein letztes Mal gemeinsam Kaffee und Tee zu trinken, bevor es f\u00fcr mich Zeit wurde \u201eDo swidanja!&#8221; zu sagen. Denn Eines ist sicher, ich m\u00f6chte nicht nur meine neuen Freunde wiedersehen, sondern auch mehr von diesem auf unz\u00e4hlige Arten faszinierenden Land entdecken! W\u00e4hrend ich es fr\u00fcher n\u00e4mlich nicht besonders mochte, nur als die Russin abgestempelt zu werden, freute es mich ehrlich, als ich nicht nur vom \u00c4u\u00dferen her als Russin bezeichnet wurde, sondern mit dem Argument und der Eigenschaft, ich hielte schwere Umst\u00e4nde gut aus. Damit kann ich den Schluss ziehen, dass mein Vorhaben, eigene Vorurteile zu \u00fcberwinden, in dem man einfach in das entsprechende Land reist, erfolgreich, lehrreich und spannend war!<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-16 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-first\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%; margin-right: 4%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-image-element in-legacy-container\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-7 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/csm_Baer-Wahrzeichen-Perm_4fea7e886c.jpg\" alt class=\"img-responsive\"\/><\/span><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-18\"><h4>Anita Ni vor dem B\u00e4ren, dem Wahrzeichen der Stadt Perm.<\/h4>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-17 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-one-half fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:48%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-2 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left\" style=\"margin:0;\"><h2>Zur\u00a0Autorin<\/h2><\/h1><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-19\"><p>Anita Ni, geb. 1995 in Almaty (ex-UdSSR, Kasachstan), kam im Alter von drei Jahren nach Deutschland. Nach dem Abitur 2013 bereiste sie f\u00fcnf Monate lang Neuseeland und absolvierte anschlie\u00dfend einen halbj\u00e4hrigen Bundesfreiwilligendienst bei der Internationalen Gesellschaft f\u00fcr Menschenrechte (IGFM). Im Oktober 2014 beginnt sie ein Studium der Umweltingenieurswissenschaften in Aachen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":113,"featured_media":5712,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Russland: Ein Reisebericht nach Perm zum Projekt \"Wohnung\" - Menschenrechte Osteuropa - News &amp; Konflikte","description":"Russland: Ein Reisebericht nach Perm zum Projekt \"Wohnung\" Ein \u00dcberbleibsel aus der Sowjetzeit mit Blick auf den Fluss Kama: \u201eDas Gl\u00fcck verbirgt sich nicht hint"},"footnotes":""},"categories":[224,216,288],"tags":[],"class_list":["post-5594","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-reports-en","category-standard","category--en"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/wp-json\/wp\/v2\/users\/113"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5594"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5594\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31398,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5594\/revisions\/31398"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5712"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5594"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5594"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/hy\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}