{"id":4711,"date":"2015-09-14T10:03:10","date_gmt":"2015-09-14T08:03:10","guid":{"rendered":"http:\/\/humanrights-online.org\/?p=4711"},"modified":"2021-11-26T10:53:33","modified_gmt":"2021-11-26T09:53:33","slug":"igfm-jugendforum-der-oestlichen-partnerschaft-und-russland-seminar-in-kiew","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/igfm-jugendforum-der-oestlichen-partnerschaft-und-russland-seminar-in-kiew\/","title":{"rendered":"IGFM Jugendforum der \u00d6stlichen Partnerschaft und Russland &#8211; Seminar in Kiew"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-background-position:left top;--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-top:20px;--awb-padding-bottom:20px;--awb-border-sizes-top:0px;--awb-border-sizes-bottom:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last fusion-column-no-min-height\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left\" style=\"margin:0;\">Pluralismus st\u00e4rken, Werte vermitteln, Dialog und Verst\u00e4ndigung f\u00f6rdern<\/h1><\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-image-element in-legacy-container\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/IMG_4409.jpg\" alt class=\"img-responsive\"\/><\/span><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><h4>Gruppenfoto beim IGFM-Seminar in Kiew: Jugendliche Multiplikatoren aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldau, Ukraine, Russland und Wei\u00dfrussland trafen vom 22. bis zum 26. September 2015 B\u00fcrgerrechtler und Oppositionelle aus diesen L\u00e4ndern und diskutierten Wege \u00fcber gemeinsame Menschenrechtsinitiativen \u00fcber die L\u00e4ndergrenzen hinweg.<\/h4>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><p><strong>Unter dem Haushaltstitel \u201eMotivierung und Solidarisierung der Jugend aller Ziell\u00e4nder der \u00d6stlichen Partnerschaft zur gesellschaftlichen Partizipation unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Menschenrechte\u201c fand vom 22. bis zum 26. September 2015 das erste von drei f\u00fcnft\u00e4gigen Seminaren in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt. Je drei Jugendliche, die in Jugendorganisationen bereits als Multiplikatoren t\u00e4tig sind, aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldau, Ukraine, Russland und Wei\u00dfrussland treffen B\u00fcrgerrechtler und Oppositionelle aus diesen L\u00e4ndern und diskutieren Wege \u00fcber gemeinsame Menschenrechtsinitiativen \u00fcber die L\u00e4ndergrenzen hinweg. Das n\u00e4chste Seminar in Moskau wird ein Lackmustest, wie Russland mit kritischen Jugendlichen aus russlandkritischen L\u00e4ndern umgeht. Das dritte Seminar findet in Frankfurt am Sitz der IGFM statt. Am Tag der Menschenrechte, am 10. Dezember 2015, schlie\u00dft das Experiment mit einer Pressekonferenz ab.\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-3\"><p>Es ist gar nicht solange her, dass sich West- und Osteuropa aufeinanderzubewegten und die Politiker in Westeuropa sich gerne mit denen im Osten H\u00e4nde sch\u00fcttelnd ablichten lie\u00dfen. Die Klammer aller Republiken der ehemaligen Sowjetunion \u2013 die gemeinsame russische Sprache \u2013 musste mehr und mehr den Landessprachen weichen, die Jahrzehnte privat oder im Verborgenen gepflegt wurden. Wo der Anteil der russischsprachigen Bev\u00f6lkerung einen hohen Prozentsatz hatte, kam es zu Konflikten, und in einigen dieser neuen Staaten ist dieser Prozess noch nicht abgeschlossen. Die Ukraine ist an den Rand des Zerfalls gef\u00fchrt worden, Moldau steht an einem Scheideweg. Georgien wird ganz offensichtlich sukzessive durch Grenzverschiebungen seines Staatsgebiets beraubt. Alle aus der Sowjetunion hervorgegangenen Staaten, die n\u00e4her an Westeuropa heranr\u00fccken wollen, sind damit konfrontiert, dass das hochgepriesene Recht der V\u00f6lker auf Selbstbestimmung politische Grenzen hat und Russland sie wie Satelliten zu steuern beabsichtigt. Wer aber genauer hinschaut, der sieht, wie der Sprachenkonflikt zur Sprachlosigkeit untereinander gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p>Die IGFM hatte im Zuge von Glasnost und Perestroika 1985 bis 1988 Arbeitsgruppen in mehreren St\u00e4dte der Sowjetunion aufgebaut. Ihre Leiter geh\u00f6rten der Helsinki-Bewegung an. Sie verstanden sich \u00fcber die russische Sprache, ansonsten vertraten sie durchaus regionale Interessen. Als 1991 die Sowjetunion unterging, entstanden im gleichen Jahr IGFM-L\u00e4ndersektionen in Litauen und Lettland, in Aserbaidschan, Usbekistan und Georgien, 1993 folgten Russland und die Ukraine, 1994 Wei\u00dfrussland und Armenien, 1995 Moldau. Bei den j\u00e4hrlichen Treffen des Internationalen Rates der IGFM war Russisch neben dem Deutschen die f\u00fchrende Konferenzsprache. Doch seit mehreren Jahren stellen wir fest, dass die neuen j\u00fcngeren Leiter aus den Sektionen entweder nicht mehr Russisch sprechen wollen oder sogar Russisch nicht mehr beherrschen. Ein deutliches Signal, dass sich die Jugend in diesen L\u00e4ndern nicht mehr richtig versteht, ja sogar aus dem Weg geht. Das Misstrauen der Politiker schl\u00e4gt sich in der Distanz der Jugendlichen benachbarter L\u00e4nder wider. Sie sprechen nicht miteinander, sie verlieren sich aus den Augen. Die Weltsprache Englisch hat den Platz des Russischen in diesem Gro\u00dfraum jedoch noch nicht einnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Vor f\u00fcnf Jahren haben sich die genannten Sektionen unter F\u00fchrung der deutschen Sektion im Eurasia-Komitee gefunden. Der Auftrag lautet, die Sprachlosigkeit zu \u00fcberwinden und den Dialog zwischen den Mitgliedern der Sektionen zu f\u00f6rdern. Das Interesse am gemeinsamen Einsatz f\u00fcr die Menschenrechte ist gewachsen: Mitglieder in Usbekistan setzen sich f\u00fcr politische Gefangene und B\u00fcrgerrechtler in Wei\u00dfrussland ein und selbst Mitglieder in Aserbaidschan und Armenien \u00fcberwinden die politische Feindschaft ihrer Regierungen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den 23. September 2015 hatten wir zu einer ungew\u00f6hnlichen und &#8211; wir hoffen &#8211; zukunftsweisenden Konferenz nach Kiew eingeladen: Je drei Jugendliche, die in Jugendorganisationen bereits als Multiplikatoren t\u00e4tig sind, aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldau, Ukraine, Russland und Wei\u00dfrussland treffen B\u00fcrgerrechtler und Oppositionelle aus diesen L\u00e4ndern und diskutieren Wege \u00fcber gemeinsame Menschenrechtsinitiativen \u00fcber die L\u00e4ndergrenzen hinweg. Alle Jugendlichen werden, dank der gro\u00dfz\u00fcgigen Spende einer luxemburgischen Bank mit einem Laptop ausgestattet, damit sie vor Ort in der f\u00fcnft\u00e4gigen Veranstaltung eine gemeinsame Plattform entwickeln, auf der sie auch in der Zukunft sich miteinander austauschen.<\/p>\n<p>Die Folgekonferenz wird in Moskau stattfinden. Das dritte Seminar findet in Frankfurt am Sitz der IGFM statt. Am Tag der Menschenrechte, am 10. Dezember, schlie\u00dft das Experiment mit einer Pressekonferenz ab. Das Ausw\u00e4rtige Amt unterst\u00fctzt das Projekt durch F\u00f6rdermittel.<\/p>\n<p>Neue Facebook-Plattform in russischer Sprache<\/p>\n<p>Die Jugendlichen haben in Facebook eine Diskussions-Plattform eingerichtet und ihr den Namen \u201e\u041c\u041e\u041f\u0427 \u041c\u0418\u0420 \u041c\u041e\u041b\u041e\u0414\u042b\u0425\u201c gegeben, was \u00fcbersetzt so viel bedeutet wie IGFM-Frieden\/Welt \u2013 Jugend. Die Plattform ist noch ganz frisch und zeigt viele Fotos aus dem Starterseminar in Kiew.<\/p>\n<p>Die Jugendlichen freuen sich \u00fcber Deine Likes! Besuche die Seite <strong><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ishr.youth\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a><\/strong>.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":113,"featured_media":4303,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"IGFM Jugendforum der \u00d6stlichen Partnerschaft und Russland - Seminar in Kiew - Menschenrechte Osteuropa - News &amp; Konflikte","description":"Pluralismus st\u00e4rken, Werte vermitteln, Dialog und Verst\u00e4ndigung f\u00f6rdern Gruppenfoto beim IGFM-Seminar in Kiew: Jugendliche Multiplikatoren aus Armenien, Aserbai"},"footnotes":""},"categories":[33,216],"tags":[],"class_list":["post-4711","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berichte","category-standard"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4711","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/113"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4711"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4711\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31384,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4711\/revisions\/31384"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4303"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4711"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4711"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4711"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}