{"id":40765,"date":"2024-08-21T09:49:50","date_gmt":"2024-08-21T07:49:50","guid":{"rendered":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/?p=40765"},"modified":"2024-08-21T13:40:39","modified_gmt":"2024-08-21T11:40:39","slug":"archipel-belarus-poststalinistischer-terror-was-steckt-hinter-den-neuen-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/archipel-belarus-poststalinistischer-terror-was-steckt-hinter-den-neuen-zahlen\/","title":{"rendered":"Archipel Belarus &#8211; poststalinistischer Terror, was steckt hinter den neuen Zahlen?"},"content":{"rendered":"<h1>Genau vier Jahre nach der Erhebung der belarusischen Demokratiebewegung im Sommer 2020, stellt die bekannteste Exilorganisation \u201eViasna\u201c ihre Infographik \u201e4 Jahre Massenunterdr\u00fcckung\u201c vor. Ausz\u00fcge daraus hier auf einem Blick<\/h1>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-40783\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/stat.jpg\" alt=\"\" width=\"997\" height=\"1079\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/stat-25x27.jpg 25w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/stat-185x200.jpg 185w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/stat-200x216.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/stat-400x433.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/stat-600x649.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/stat-768x831.jpg 768w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/stat-800x866.jpg 800w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/stat-946x1024.jpg 946w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/stat.jpg 997w\" sizes=\"(max-width: 997px) 100vw, 997px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckblick:<\/strong> <strong>Fr\u00fchjahr 2020 \u2013 3 Pr\u00e4sidentschaftskandidaten ausgeschaltet<\/strong><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hatten sich mutige und kraftvolle M\u00e4nner nach demokratischen Prinzipien auf die Liste der Pr\u00e4sidentschaftskandidaten f\u00fcr die Wahl im August 2020 gesetzt. Doch was macht ein Diktator mit solch aussichtsreichen, im Volk beliebten Kandidaten wie dem Videoblogger Serghej Tichanowskij, dem Bankmanager Viktor Babarika oder dem Diplomaten Valerij Zepkala? \u00a0Tats\u00e4chlich wurde Tichanowskij noch im Mai verhaftet, daraufhin im Juni Babarika mit seinem Sohn, Zepkalo gelang im Juli die Flucht au\u00dfer Landes.<\/p>\n<p><strong>Ehefrau als Pr\u00e4sidentschaftskandidatin von Lukaschenka nicht ernst genommen<\/strong><\/p>\n<p>Doch ist das nicht das Ende, sondern der Beginn der belarusischen neueren Geschichte. In letzter Minute gelang es der Ehefrau von Tichanowskij sich an seiner Stelle auf die offizielle Liste der Pr\u00e4sidentschaftskandidaten setzen zu lassen. Und der einzige Grund, warum man sie nicht auch gleich inhaftierte, war der, dass in den Kreisen um den Diktator Lukaschenko tats\u00e4chlich niemand auf die Idee kam, dass eine Hausfrau und Mutter eine ernsthafte Bedrohung darstellen k\u00f6nnte, und zugleich bot es ihnen die M\u00f6glichkeit zu zeigen, dass jeder B\u00fcrger sich als Pr\u00e4sidentschaftskandidat bewerben kann.<\/p>\n<p><strong>Wahlkampf des Frauen-Dreiergespanns rei\u00dft das Volk in seinen Bann<\/strong><\/p>\n<p>Doch entpuppte sich Swetlana Tichanowskaja, deren Ehemann sich nun hinter Gittern befand, so gar nicht als das M\u00fctterchen am Herd. Tapfer und flei\u00dfig \u00fcbernahm sie die gro\u00dfe Verantwortung der ihr pl\u00f6tzlich zugekommenen Rolle als Pr\u00e4sidentschaftskandidatin gegen den \u201eletzten Diktator Europas\u201c Aleksander Lukaschenka. Gest\u00fctzt von einem Team der neuen Generation, die Belarus aus der versteinerten postsowjetischen Diktatur in die l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige demokratische Realit\u00e4t des 21 Jahrhunderts f\u00fchren wollten. Gest\u00fctzt von der Ehefrau des geflohenen Pr\u00e4sidentschaftskandidaten Veronika Zepkalo und der aus Deutschland angereisten belarusischen Musikerin, Maryja Kalesnikawa, die das Wahlkampfteam Babarikas unterst\u00fctzt hatte.<\/p>\n<div id=\"attachment_40768\" style=\"width: 852px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-40768\" class=\"wp-image-40768\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_1.jpg\" alt=\"\" width=\"842\" height=\"536\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_1-31x20.jpg 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_1-200x127.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_1-314x200.jpg 314w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_1-400x255.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_1-600x382.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_1.jpg 605w\" sizes=\"(max-width: 842px) 100vw, 842px\" \/><p id=\"caption-attachment-40768\" class=\"wp-caption-text\">vlnr Maryja Kalesnikawa mit Herz, Swetlana Tichanowskaja mit Faust und Veronika Zepkalo mit dem Victory Zeichen, Werbung f\u00fcr Gro\u00dfveranstaltung in der Hauptstadt Minsk am 30 Juli 2020.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Dreiergespann vollbrachte in seinem landesweiten Wahlkampf nun etwas, was es in diesem Ausma\u00df so in Belarus noch nicht gegeben hatte, &#8211; es brachte eine reale Hoffnung auf Ver\u00e4nderung. Die Belarusen verstanden, wie tapfer diese Frauen waren, was sie mit ihren Auftritten riskierten. Sie konnten sich mit diesen authentischen Frauen aus dem Volk identifizierten, und sie sahen auf den Wahlveranstaltungen mit Zehntausenden von Besuchern, wie enorm viele sie im ganzen Land doch waren.<\/p>\n<p><strong>Es bleibt wie seit 26 Jahren bei einem Wahlergebnis von 80 Prozent f\u00fcr den Diktator<\/strong><\/p>\n<p>Doch was macht eine Wahlkommission, bei der sich seit 26 Jahren in 6 Pr\u00e4sidentschaftswahlen ein Durchschnitt von 80,31 Prozent f\u00fcr Lukaschenka errechnen l\u00e4sst, am Wahlabend des 9. August 2020? Ganz einfach, &#8211; es bleibt bei 80 Prozent der W\u00e4hlerstimmen f\u00fcr den Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberw\u00e4ltigende, friedliche Massendemonstrationen als famili\u00e4re Spazierg\u00e4nge<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Ergebnis konnte angesichts der Massen, die dieses Frauenteam bewegt hatte, nicht stimmen, so viel verstand ein jeder. Und so gingen die Menschen unmittelbar auf die Stra\u00dfe und protestierten bzw. sie demonstrierten. Es waren au\u00dfergew\u00f6hnliche Massendemonstrationen, die durch ihre moderne, betont friedliche und zivilisierte Form ins Auge stachen. Hunderttausende Belarusen waren in den Farben der belarusischen Demokratiebewegung zumeist in wei\u00df gekleidet und hielten rote Rosen in den H\u00e4nden, unz\u00e4hlige Familien mit Kinderwagen und Opa und Oma im Schlepptau. \u00dcber ihren K\u00f6pfen erhoben sie endlose wei\u00df-rote Flaggen. Die t\u00e4glichen Luftbilder der Demonstrationen in den internationalen Medien waren so \u00fcberw\u00e4ltigend, dass man tats\u00e4chlich Hoffnung auf einen historischen Systemwandel in Belarus hatte.<\/p>\n<p><strong>Brutale Niederschlagung mit Putins Hilfe<\/strong><\/p>\n<p>Doch was macht ein Diktator mit solchen Massendemonstrationen? Lukaschenka war auf massive Hilfe angewiesen und obgleich er sein Land ganz alleine beherrschen wollte, musste er als untergebener Bittsteller den zust\u00e4ndigen rangh\u00f6heren Diktator um Unterst\u00fctzung bitten. Mit einer Milliardenspritze Putins und dem Versprechen Lukaschenkos, dass man sie alle jagen werde, konnte der etwas eingerostete stalinistische Geheimdienst schnell wieder auf volle Touren gebracht werden.<\/p>\n<p>Menschen wurden mit Sonder-Rollkommandos aus den Demonstrationen herausgerissen, Hilfeschreie zerrissen die Luft, das Rot der Rosen wurde vom Blut der Gewalt \u00fcberdeckt. Die Haftanstalten wurden \u00fcberflutet mit Zehntausenden g\u00e4nzlich unbescholtenen B\u00fcrgern, die nun v\u00f6llig schutzlos der massiven Polizeigewalt ausgesetzt waren. Wiederum Zehntausende fl\u00fcchteten vor dieser Gewalt ins Ausland.<\/p>\n<p><strong>Niederschmetternder Status Quo nach vier Jahren<\/strong><\/p>\n<p>Heute, genau nach vier Jahren, gibt die bekannteste belarusische Organisation Viasna, hinter der die international anerkannte F\u00fchrerin der belarusischen Demokratiebewegung Swetlana Tichanowskaja steht, aus dem litauischen Exil eine \u201eInfofragraphik: 4 Jahre Massenunterd\u00fcckung\u201c heraus, die einen erschaudern l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Hinter diesen Zahlen steht unermessliches Leid, ein nationales Trauma und anhaltender diktatorischer Terror.<\/p>\n<p>Wenn man bedenkt, dass Belarus weniger als 10 Millionen Einwohner hat, dass seither ca. eine halbe Million au\u00dfer Landes gefl\u00fcchtet sind und fast 75 000 F\u00e4lle von repressiven Polizeieins\u00e4tzen registriert wurden, dann ist ungef\u00e4hr jeder 15te belarusische B\u00fcrger pers\u00f6nlich verfolgt.<\/p>\n<p><strong>IGFM hautnah betroffen<\/strong><\/p>\n<p>Auch die IGFM war und ist pers\u00f6nlich betroffen. Aufgrund der eigenen Gr\u00fcndungsgeschichte sind die Bindungen zu Osteuropa die l\u00e4ngsten und z\u00e4hlt die IGFM eigenst\u00e4ndige Sektionen in fast allen L\u00e4ndern der ehemaligen Sowjetunion. Das letzte Jahrzehnt vor der gewaltsamen Niederschlagung der Demokratiebewegung in Belarus war gepr\u00e4gt von regelm\u00e4\u00dfigen Treffen all dieser Sektionen, gemeinsamen Zukunftspl\u00e4nen und unvergesslichen Jugendaustausch-Veranstaltungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_40769\" style=\"width: 900px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-40769\" class=\"wp-image-40769\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_2.jpg\" alt=\"\" width=\"890\" height=\"593\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_2-31x21.jpg 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_2-200x133.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_2-300x200.jpg 300w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_2-400x266.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_2-600x400.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_2.jpg 683w\" sizes=\"(max-width: 890px) 100vw, 890px\" \/><p id=\"caption-attachment-40769\" class=\"wp-caption-text\">IGFM Jugendaustausch der \u00d6stlichen Partnerschaft, Minsk\/Belarus, 2015<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jugendliche aus allen L\u00e4ndern der \u00d6stlichen Partnerschaft auf einer Bootsfahrt auf dem Dnipr in Kyjiw, einer Bustour in MInsk oder beim Entdecken der deutschen Mainmetropole Frankfurt. Was sie am meisten beeindruckt habe, war eine typische Frage gen Ende der Veranstaltungen: \u201eIch finde es ganz toll, wie frei und ungezwungen hier miteinander geredet wird, so etwas kannte ich nicht, das ist bei uns nicht m\u00f6glich\u201c, so die belarusische Teilnehmerin.<\/p>\n<p>Insofern waren wir von Beginn der -gro\u00dfen- Polizeigewalt in Belarus hautnah dabei und erhielten \u00fcber viele Monate hinweg eine Flut von Informationen, die wir kaum bew\u00e4ltigen konnten. Belarus war im Fokus der westlichen Medien, der Osteuropaorganisationen, der EU, es gab unz\u00e4hlige Aktionen, Veranstaltungen und Dokumentationen. Die vielen belarusischen Exilorganisationen, ob gro\u00df oder klein, waren kraftvoll und voller Hoffnung.<\/p>\n<p>Alleine die IGFM berichtete kontinuierlich und in vier Sprachen \u00fcber das Schicksal politischer Gefangener, Folter, die schrittweise Schlie\u00dfung der unabh\u00e4ngigen Medien u.v.m.. Sie suchte und informierte Politiker, die sich als Paten f\u00fcr die Gefangenen engagieren, sie warb stetig f\u00fcr das Briefeschreiben an politische Gefangene und kreierte eine eigene Briefmarkenaktion mit von K\u00fcnstlern entworfenen Portr\u00e4tbildern der Gefangenen hierf\u00fcr. Im Herbst 2021 veranstaltete sie eine Kundgebung auf dem Frankfurter R\u00f6mer und s\u00e4umte den Platz in den Farben der belarusischen Demokratiebewegung. Die Ehrenvorsitzende der IGFM Katrin Bornm\u00fcller unterst\u00fctzt mit ihrer Arbeitsgruppe Wittlich bis heute die belarusischen Exilanten in Litauen mit unz\u00e4hligen Hilfstransporten.<\/p>\n<div id=\"attachment_40771\" style=\"width: 609px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-40771\" class=\"wp-image-40771 size-full\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_3.jpg\" alt=\"\" width=\"599\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_3-31x14.jpg 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_3-200x88.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_3-400x177.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_3-405x179.jpg 405w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_3.jpg 599w\" sizes=\"(max-width: 599px) 100vw, 599px\" \/><p id=\"caption-attachment-40771\" class=\"wp-caption-text\">IGFM-Briefmarkenaktion mit k\u00fcnstlerischen Bildern der belarusischen politischen Gefangenen Swetlana Kupreewa und Sergej Petruchin, &#8211; beide mittlerweile aus der Haft entlassen<\/p><\/div>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-fusion400 wp-image-40772\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_4.jpg\" alt=\"\" width=\"312\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_4-24x27.jpg 24w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_4-175x200.jpg 175w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_4-200x229.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_4.jpg 312w\" sizes=\"(max-width: 312px) 100vw, 312px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_40773\" style=\"width: 1653px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-40773\" class=\"wp-image-40773 size-full\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5.jpg\" alt=\"\" width=\"1643\" height=\"1095\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5-31x21.jpg 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5-200x133.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5-300x200.jpg 300w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5-400x267.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5-600x400.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5-768x512.jpg 768w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5-800x533.jpg 800w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_5.jpg 1643w\" sizes=\"(max-width: 1643px) 100vw, 1643px\" \/><p id=\"caption-attachment-40773\" class=\"wp-caption-text\">Herbst 2021, gro\u00dfe IGFM Kundgebung gemeinsam mit Martina Feldmayer MdL und Kulturverein Belarus\/KuB. Unter den Rednern M. Gahler, MEP, viele Bundestagsabgeordnete, die Frankfurter B\u00fcrgermeisterin Eskandari-Gr\u00fcnberg oder der Osteuropaexperte Manfred Sapper von der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Osteuropakunde\/ DGO<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nackte Zahlen, die das Leid nicht abbilden k\u00f6nnen<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir heute auf die nackten Zahlen der Infographik von Viasna schauen, sehen wir die Zahl 5 bei den Menschen, die bei der Festnahme w\u00e4hrend der Demonstrationen ermordet wurden. Der Erste, der mit einer Schusswaffe get\u00f6tet wurde, war der aus Brest stammende Gennadij Schutow, ein eher unpolitischer gl\u00fccklicher Familienvater von f\u00fcnf Kindern. Zu dieser Zeit war es uns noch m\u00f6glich, \u00fcber unsere Kontakte vor Ort die Familie zu besuchen, mit ihnen zu sprechen, ihnen Trost zu spenden und sie f\u00fcr den Rechtsbeistand zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<div id=\"attachment_40774\" style=\"width: 1071px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-40774\" class=\"wp-image-40774\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_6.jpg\" alt=\"\" width=\"1061\" height=\"1415\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_6-20x27.jpg 20w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_6-150x200.jpg 150w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_6-200x267.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_6-400x534.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_6-600x800.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_6-768x1024.jpg 768w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_6-800x1067.jpg 800w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_6-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_6-1200x1601.jpg 1200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_6.jpg 1303w\" sizes=\"(max-width: 1061px) 100vw, 1061px\" \/><p id=\"caption-attachment-40774\" class=\"wp-caption-text\">Erster Todesfall durch Schusswaffe, In: IGFM Mitteilungsblatt \u201eF\u00fcr die Menschenrechte\u201c, Okt. 2020<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir berichteten \u00fcber diesen Fall sehr genau, ebenso dar\u00fcber, dass es nie zu einer Verurteilung des T\u00e4ters kam, einem Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen, den man pl\u00f6tzlich mit einer Waffe versehen zum Einsatz geschickt hatte. Und dar\u00fcber, dass man umgekehrt den Freund Schutows, Alexander Kurdjukow, wegen angeblicher Bedrohung dieses Soldaten im Februar 2021 zu 10 Jahren Haft verurteilte. Die Familie des Ermordeten gab uns damals sehr pers\u00f6nliche Einblicke in ihr Familienalbum: Gerade hatte die \u00e4lteste Tochter geheiratet,- der stolze Vater beim Tanz mit der Braut; war der erste Enkel auf die Welt gekommen, &#8211; Bilder einer gl\u00fccklichen Gro\u00dffamilie, die mit bunten Luftballons ihren Neuank\u00f6mmling empf\u00e4ngt. Weitere Bilder, &#8211; Gennadij mit einem gro\u00dfen Fisch an der Angel oder als freier Mann auf dem Motorrad.<\/p>\n<p>Und schauen wir auf die Zahl 1140, politische Gefangene, die heute ihre Haftstrafen bereits verb\u00fc\u00dft haben. Hier hatte es die IGFM im November 2021 getroffen, als einer unserer jungen Kollegen aus der elterlichen Wohnung mit einem 5k\u00f6pfigen Rollkommando abgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Mit \u201eviel Gl\u00fcck\u201c hatte er \u201enur zwei Jahre\u201c erhalten und ist mittlerweile wieder in Freiheit bzw. in dem \u201egro\u00dfen Gef\u00e4ngnis\u201c, das aus Belarus nun geworden ist. Denn der Entlassung folgt eine engmaschige Verfolgung, Kontrolle und viele weitere tiefe Lebenseinschnitte. Wie schon zu Sowjetzeiten ist es vorbei mit einer beruflichen Karriere, werden die Bankkonten \u00fcberwacht u.v.m.<\/p>\n<div id=\"attachment_40775\" style=\"width: 692px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-40775\" class=\"wp-image-40775 size-full\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_7.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"555\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_7-31x25.jpg 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_7-200x163.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_7-246x200.jpg 246w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_7-400x326.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_7-600x488.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_7.jpg 682w\" sizes=\"(max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><p id=\"caption-attachment-40775\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. soz. Jurij Bubnow, Februar 2022, Belarus<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber auch \u00e4ltere IGFM Freunde finden sich unter der Zahl 1385, den derzeitigen politischen Gefangenen. So der 68-j\u00e4hrige Soziologieprofessor Jurij Bubnow, der im Februar 2022 an seinem Arbeitsplatz in der Universit\u00e4t festgenommen wurde. Auch er erhielt \u201enur 2 Jahre\u201c, daf\u00fcr, dass er in einer Analyse der Ereignisse im Sommer 2020 festgestellt hatte, dass die Demokratiebewegung auch darin geeint wurde, dass sie mit dem Pr\u00e4sidenten unzufrieden waren.<\/p>\n<p><strong>Lebenslange Folter <\/strong><\/p>\n<p>Ganz anders sahen die Haftstrafen f\u00fcr bekannte F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten der belarusischen Demokratiebewegung aus, die bei 10 Jahren \u00fcberhaupt erst beginnen. So im M\u00e4rz 2023 f\u00fcr den Friedensnobelpreistr\u00e4ger und Gr\u00fcnder von Viasna, Ales Bialiatski. Die bekannte Fl\u00f6tistin Maryja Kalesnikawa, die sich aus ihrer Arbeitsst\u00e4tte in Stuttgart zum Wahlkampfteam von Babarika aufgemacht und nach dessen Verhaftung Tichanowskaja ma\u00dfgeblich unterst\u00fctzt hatte, wurde zu 11 Jahren verurteilt. Der heute 46j\u00e4hrige Ehemann von Tichanowskaja, Sergej Tichanowskij, erhielt 19,5 Jahre!<\/p>\n<p><strong>Incommunicado Haft- v\u00f6llige Isolation von der Au\u00dfenwelt<\/strong><\/p>\n<p>Sie alle und viele weitere befinden sich seit einem Jahr in \u201eIncommunicado\u201c Haft. \u00dcber ein Jahr foltert man sie mit der Unterbindung jeglichen Kontakts zu Au\u00dfenwelt, keine Briefe, keine Telefonate, die Anwaltschaft befindet sich selbst hinter Gittern oder im Exil. Viele m\u00fcssen auf blankem Boden schlafen und werden \u00fcber Monate in Einzelhaft eingekerkert.<\/p>\n<p><strong>Belarusische Demokratiebewegung geht durch die H\u00f6lle<\/strong><\/p>\n<p>Wie h\u00e4lt man so im Gef\u00e4ngnis aus und wie ist das f\u00fcr die Liebsten au\u00dferhalb der Gef\u00e4ngnismauern zu ertragen? Und das noch, seitdem Belarus, nicht zuletzt durch den Ukraine Krieg, in der westlichen Welt so in Vergessenheit geraten ist? Wer hier\u00fcber nachdenkt, n\u00e4hert sich dem heutigen emotionalen Zustand der belarusischen Demokratiebewegung: Sie geht durch die H\u00f6lle.<\/p>\n<p>Ganz pers\u00f6nliche Einblicke in diese Gef\u00fchlswelt gibt die belarusische Oppositionsf\u00fchrerin Swetlana Tichanowskaja aus ihrem Exil in Vilnius in ihrem Interview mit dem Generalsekret\u00e4r der IGFM\/ISHR (International Society for Human Rights) f\u00fcr dessen aktuelles Buch \u201eMenschenrechte verteidigen\u201c, das sieben Lebensgeschichten von Menschenrechtsverteidigern einf\u00fchlsam darstellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_40776\" style=\"width: 1565px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-40776\" class=\"wp-image-40776 size-full\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8.jpg\" alt=\"\" width=\"1555\" height=\"1166\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8-31x23.jpg 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8-200x150.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8-267x200.jpg 267w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8-400x300.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8-600x450.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8-768x576.jpg 768w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8-800x600.jpg 800w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/minsk_8.jpg 1555w\" sizes=\"(max-width: 1555px) 100vw, 1555px\" \/><p id=\"caption-attachment-40776\" class=\"wp-caption-text\">Interview mit der belarusischen Oppositionsf\u00fchrerin Swetlana Tichanowskaja in \u201eMenschenrechte verteidigen\u201c von Matthias B\u00f6hning, 2024<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zunehmender Druck bei nachlassender westeurop\u00e4ischer Aufmerksamkeit<\/strong><\/p>\n<p>Infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und die von russischen Milit\u00e4rs ver\u00fcbten Verbrechen an der ukrainischen Bev\u00f6lkerung und der durch sie ausgel\u00f6sten Flucht von Millionen von Menschen war die IGFM angehalten, ihre bisherige energische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Opfer der Demokratiebewegung in Belarus zugunsten unserer in der Fl\u00fcchtlingshilfe aktiven ukrainischen Kolleginnen und Kollegen zu teilen. Gleich wohl beobachten wir die Entwicklungen in Belarus genau und helfen, wo und wie wir k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und selbst dieser unfassbare, barbarische Angriffskrieg auf das gr\u00f6\u00dfte Land in Europa mit \u00fcber 60 Millionen Einwohnern hat heute auf dem eigenen Kontinent an Aufmerksamkeit und Anteilnahme verloren. Die Westeurop\u00e4er sind ob der zunehmenden Weltkatastrophen \u00fcberfordert und selbst viele direkt betroffene Ukrainer und Belarusen haben sich aus dem Trauma in eine Art carpe diem Modus gefl\u00fcchtet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen, und hier eine weitere aktuelle Zahl des Viasna Teams, gibt es heute 55,5 Mal so viele politische Gefangene in Belarus als noch 2020.<\/p>\n<p><strong>Tapfere, verantwortungsbewusste Zahlen f\u00fcr das belarusische Volk<\/strong><\/p>\n<p>Es ist klar, dass all diese nackten Zahlen nicht den uns\u00e4glichen Schmerz abbilden k\u00f6nnen, der sich dahinter verbirgt. Doch liegt in der pr\u00e4zisen Datenerfassung eine ganz andere elementare Kraft. Sie zeigt den Opfern, dass ihr Schicksal festgehalten wird, dass sie nicht auf ewig hilf- und schutzlos ausgeliefert sein werden und dass die T\u00e4ter zur Verantwortung gezogen werden k\u00f6nnen, denn solche schwerwiegenden Verbrechen gegen die universellen Menschenrechte verj\u00e4hren nicht.<\/p>\n<p><strong>Verantwortungsbewusste Unterst\u00fctzung der internationalen Wertegemeinschaft dringend notwendig<\/strong><\/p>\n<p>Insofern \u00fcbernimmt hier sozusagen die Exil \u201ePr\u00e4sidentin\u201c und ihr Viasna Team in einer h\u00f6chst professionellen und bewundernswerten Form seit vier Jahren tagt\u00e4glich Regierungsverantwortung f\u00fcr ihr Volk. Es w\u00e4re w\u00fcnschenswert, dass die internationale Wertegemeinschaft ungeachtet aller Weltkatastrophen ihrer Verantwortung gegen\u00fcber der belarusischen Demokratiebewegung in einem ebensolchen Ma\u00dfe nachkommen w\u00fcrde. Denn diese k\u00f6nnte nach mittlerweile vier Jahren dringend ein Motivationsschub gebrauchen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Genau vier Jahre nach der Erhebung der belarusischen Demokratiebewegung im Sommer 2020, stellt die bekannteste Exilorganisation \u201eViasna\u201c ihre Infographik \u201e4 Jahre Massenunterdr\u00fcckung\u201c vor. Ausz\u00fcge daraus hier auf einem Blick &nbsp; R\u00fcckblick: Fr\u00fchjahr 2020 \u2013 3 Pr\u00e4sidentschaftskandidaten ausgeschaltet Tats\u00e4chlich hatten sich mutige und kraftvolle M\u00e4nner nach demokratischen Prinzipien auf die Liste der Pr\u00e4sidentschaftskandidaten f\u00fcr die Wahl im August 2020 gesetzt. Doch was macht ein Diktator mit solch aussichtsreichen, im Volk beliebten Kandidaten wie dem Videoblogger Serghej Tichanowskij, dem Bankmanager Viktor Babarika oder dem <a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/archipel-belarus-poststalinistischer-terror-was-steckt-hinter-den-neuen-zahlen\/\"> [&#8230;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":113,"featured_media":40777,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Archipel Belarus - poststalinistischer Terror, was steckt hinter den neuen Zahlen? - Menschenrechte Osteuropa - News &amp; Konflikte","description":"Genau vier Jahre nach der Erhebung der belarusischen Demokratiebewegung im Sommer 2020, stellt die bekannteste Exilorganisation \u201eViasna\u201c ihre Infographik \u201e4 Jah"},"footnotes":""},"categories":[73,484,30,480,551,552],"tags":[],"class_list":["post-40765","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-belarus-cat","category-belaeus-cat-en-2","category-blog-news","category-country-belarus","category-country-belarus-ru-2","category-country-belarus-en-2"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40765","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/113"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=40765"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40765\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40784,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40765\/revisions\/40784"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/40777"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40765"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=40765"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=40765"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}