{"id":32023,"date":"2021-12-28T16:46:52","date_gmt":"2021-12-28T15:46:52","guid":{"rendered":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/russia-orders-closure-of-human-rights-group-memorial\/"},"modified":"2022-01-17T14:18:59","modified_gmt":"2022-01-17T13:18:59","slug":"russlands-oberstes-gericht-loest-menschenrechtsorganisation-memorial-international-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/russlands-oberstes-gericht-loest-menschenrechtsorganisation-memorial-international-auf\/","title":{"rendered":"Russlands Oberstes Gericht l\u00f6st Menschenrechtsorganisation Memorial International auf"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ffffff;\">Die Menschenrechtsorganisation Memorial gilt als eine der renommiertesten in Russland. Nun wurde sie h\u00f6chstrichterlich verboten.<\/span><\/p>\n<h1>Russlands Oberstes Gericht l\u00f6st Menschenrechtsorganisation Memorial International auf<\/h1>\n<div id=\"attachment_32015\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-32015\" class=\"wp-image-32015 size-full\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/memorial-2.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/memorial-2-31x17.jpg 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/memorial-2-200x113.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/memorial-2-355x200.jpg 355w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/memorial-2-400x225.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/memorial-2-600x338.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/memorial-2.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-32015\" class=\"wp-caption-text\">Memorial society supporters and law enforcement officers faced off outside the Russian Supreme Court on Monday<\/p><\/div>\n<p>Memorial weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck und sieht sich als Opfer politischer Verfolgung<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von Russlands Oberstem Gericht verst\u00f6\u00dft die\u00a0Menschenrechtsorganisation Memorial\u00a0International gegen das sogenannte &#8222;Ausl\u00e4ndische-Agenten&#8220;-Gesetz. Richterin Alla Nasarowa gab\u00a0der Agentur Interfax zufolge einem entsprechenden Antrag der Generalstaatsanwaltschaft statt. Wie Memorial mitteilt, wurden mit der Entscheidung auch die regionalen Unterorganisationen von Memorial International verboten. Leiter Jan Ratschinski k\u00fcndigte an, gegen das Urteil vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte vorzugehen.<\/p>\n<p>Die international bekannte Organisation\u00a0setzt sich f\u00fcr politisch Verfolgte ein und kl\u00e4rt \u00fcber Verbrechen der kommunistischen Gewaltherrschaft auf. Wenn es um Menschenrechte in Russland geht,\u00a0ist &#8222;Memorial&#8220; die erste Adresse. Die renommierte Nichtregierungsorganisation erforscht seit \u00fcber 30 Jahren politische Repressionen in der Sowjetzeit, k\u00fcmmert sich um die Rehabilitierung der Opfer und prangert politisch motivierte Justiz an. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Sacharow-Preis des EU-Parlaments.<\/p>\n<h2>Bereits seit 2016 unter Beobachtung<\/h2>\n<p>Die Generalstaatsanwaltschaft hatte der international angesehenen Nichtregierungsorganisation vorgeworfen, mehr als 20 ihrer Ver\u00f6ffentlichungen unter anderem im Internet nicht mit dem Hinweis &#8222;ausl\u00e4ndischer Agent&#8220; gekennzeichnet zu haben, obwohl sie dazu verpflichtet gewesen sei. Das umstrittene Gesetz zwingt Nichtregierungsorganisationen, die finanzielle Unterst\u00fctzung aus dem Ausland erhalten, unter anderem dazu, sich auf allen Unterlagen als <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/russland-stuft-menschenrechtsgruppe-memorial-als-agent-ein\/a-35958015\">&#8222;ausl\u00e4ndische Agenten&#8220;<\/a>\u00a0zu bezeichnen. Kritiker dieses Gesetzes sprechen von einer staatlichen &#8222;Diffamierung&#8220;. Memorial wies die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck; in einer Stellungnahme hie\u00df es, die drohende Schlie\u00dfung sei eine &#8222;rein politische Entscheidung&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe  id=\"_ytid_72259\"  width=\"1760\" height=\"990\"  data-origwidth=\"1760\" data-origheight=\"990\"  data-relstop=\"1\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4SutyHIvtxk?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=0&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der mehrt\u00e4gigen Gerichtsverhandlung betonten Vertreter von Memorial, man habe nach derartigen Beschwerden stets sofort die betroffenen Publikationen mit dem geforderten Hinweis versehen. Auch die verh\u00e4ngten Geldstrafen von umgerechnet insgesamt 54.000 Euro habe man bezahlt. Acht der zehn von der Staatsanwaltschaft in ihrer Klage angef\u00fchrten Ordnungswidrigkeiten seien zudem verj\u00e4hrt.<\/p>\n<h2>Erinnerung an die dunklen Seiten der Stalin-\u00c4ra<\/h2>\n<p>&#8222;Memorial&#8220; ist ein Kind der Perestroika, der \u00d6ffnungspolitik Michail Gorbatschows in der zweiten H\u00e4lfte der 1980er Jahre. 1987 wurde in Moskau eine erste Gruppe gegr\u00fcndet, die sich f\u00fcr das Gedenken an die Opfer der politischen Repressionen der Stalin-\u00c4ra einsetzte &#8211; ein Trauma, das jahrzehntelang verschwiegen worden war. Schnell entstand eine landesweite Bewegung mit Vertretungen in vielen Teilrepubliken der damaligen UdSSR. Der Friedensnobelpreistr\u00e4ger Andrej Sacharow wurde ihr erster Vorsitzender. Die erste Protestaktion fand im Juli 1989 vor der chinesischen Botschaft statt. Anlass war damals das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens.<\/p>\n<p>&#8222;Memorial&#8220; sieht seine prim\u00e4re Aufgabe in der Aufarbeitung der <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/letzte-adresse-erste-gedenktafel-f\u00fcr-opfer-des-stalinismus-in-deutschland\/a-50275884\">Stalin-Herrschaft<\/a>, als Millionen Sowjetb\u00fcrger aus politischen Motiven ermordet wurden oder in Arbeitslagern um ihr \u00dcberleben k\u00e4mpften. Als das bisher bekannteste Mahnmal lie\u00dfen &#8222;Memorial&#8220;-Aktivisten Ende Oktober 1990 auf dem Lubjanka-Platz, vor der damaligen Zentrale des ber\u00fcchtigten Geheimdienstes KGB, den Solowezki-Gedenkstein aufstellten. Auf den Solowezki-Inseln im Norden Russlands entstand Anfang der 1920er Jahre das erste gro\u00dfe sowjetische H\u00e4ftlingslager. Bis heute erinnert\u00a0der Stein an das stalinistische GULAG-System, ein landesweites Netz von Straf- und Arbeitslagern.<\/p>\n<h2>Druck\u00a0auf diversen Ebenen<\/h2>\n<p>&#8222;Memorial&#8220; war immer unbequem. Die Organisation besch\u00e4ftigt sich mit den dunkelsten Kapiteln neuer russischer Geschichte. Ihre Mitarbeiter forschen\u00a0in Archiven \u00fcber Repressionen, ver\u00f6ffentlichen dazu B\u00fccher und organisieren Ausstellungen oder Gedenkveranstaltungen. So wurden vor wenigen Wochen bei einer Online-Aktion die Namen von B\u00fcrgern vorgelesen, die w\u00e4hrend der Sowjetzeit ohne jegliche Schuld erschossen wurden.<\/p>\n<p>Das Menschenrechtszentrum &#8222;Memorial&#8220; sorgt oft f\u00fcr mediales Aufsehen durch seinen Einsatz f\u00fcr diejenigen, die es als politische H\u00e4ftlinge einstuft. Das prominenteste Beispiel ist der <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/alexej-nawalny-erh\u00e4lt-sacharow-preis-des-europ\u00e4ischen-parlaments\/a-59563553\">inhaftierte Oppositionspolitiker Alexej Nawalny<\/a>.<\/p>\n<p>In der \u00c4ra Putin steht der Ansatz von &#8222;Memorial&#8220; dabei zunehmend im Widerspruch zum geschichtspolitischen Kanon in\u00a0Russland, in dem Stalin noch immer verehrt wird. Die Organisation sp\u00fcrt seit Jahren Druck auf diversen Ebenen. So wurde die &#8222;Memorial&#8220;-Mitarbeiterin in der Teilrepublik Tschetschenien, <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/russland-im-mordfall-estemirowa-verurteilt\/a-59044819\">Natalia Estemirowa<\/a>, 2009 entf\u00fchrt und erschossen. Der &#8222;Memorial&#8220;-Leiter in Karelien, der 65-j\u00e4hrige GULAG-Historiker <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/stalinistisches-urteil-gegen-stalin-forscher\/a-55110742\">Juri Dmitrijew<\/a>, wurde in einem umstrittenen Verfahren zu 13 Jahren Haft verurteilt. Dmitrijew wurde 2021 mit dem Sacharow-Freiheitspreis des norwegischen Helsinki-Komitees ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Das von &#8222;Memorial&#8220; unterst\u00fctzte Museum &#8222;Perm-36&#8220;, das einzige auf dem erhaltenen Gel\u00e4nde eines ehemaligen Arbeitslagers, musste in den vergangenen Jahren ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen. Im Oktober\u00a02021 versuchten Unbekannte, eine Filmvorf\u00fchrung im Moskauer &#8222;Memorial&#8220;-Geb\u00e4ude zu st\u00f6ren. Im Film ging es um eine Hungersnot in der Ukraine Anfang der 1930er Jahre, die Millionen Menschenleben forderte und Stalins Politik zur Last gelegt wird.<\/p>\n<p>Wenn westliche Politiker nach Moskau reisen und <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/steinmeier-w\u00fcrdigt-in-moskau-arbeit-von-menschenrechtsgruppe-memorial\/a-41104969\">sich mit Vertretern der Zivilgesellschaft treffen<\/a>, sind &#8222;Memorial&#8220;-Mitarbeiter immer dabei &#8211; bislang.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Source: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/russlands-oberstes-gericht-l%C3%B6st-menschenrechtsorganisation-memorial-international-auf\/a-59806204\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">dw.com<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Auszug IGFM Ver\u00f6ffentlichungen zum Thema<br \/>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/der-prozess-gegen-memorial-die-fehlende-kennzeichnung-als-auslaendischer-agent-fuehre-zu-depressionen-im-volk\/\">https:\/\/humanrights-online.org\/de\/der-prozess-gegen-memorial-die-fehlende-kennzeichnung-als-auslaendischer-agent-fuehre-zu-depressionen-im-volk\/<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/russland-zweite-anhoerung-zur-liquidation-von-international-memorial\/\">https:\/\/humanrights-online.org\/de\/russland-zweite-anhoerung-zur-liquidation-von-international-memorial\/<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Russland-Inguschetien, IGFM, Mai 2021, DE\/RU<strong>, <\/strong><a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/russland-inguschetien-politische-gefangene-hintergrundbericht\/\">https:\/\/humanrights-online.org\/de\/russland-inguschetien-politische-gefangene-hintergrundbericht\/<\/a><\/p>\n<p>In Gedenken an Andrej Sacharow, der am 21. Mai 2021,100 Jahre alt geworden w\u00e4re. Wie w\u00fcrde er heute sein 100j\u00e4hriges Jubil\u00e4um begehen? IGFM, Mai 2021, DE\/RU\/EN<strong>, <\/strong><a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/100-jahre-andrej-sacharow-was-waere-wenn\/\">https:\/\/humanrights-online.org\/de\/100-jahre-andrej-sacharow-was-waere-wenn\/<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Macht Corona Putins neuen Staatsstreich einen Strich durch die Rechnung? IGFM, April 2020, DE\/EN\/RU <a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/macht-corona-putins-neuem-staatsstreich-einen-strich-durch-die-rechnung\/\">https:\/\/humanrights-online.org\/de\/macht-corona-putins-neuem-staatsstreich-einen-strich-durch-die-rechnung\/<\/a><\/p>\n<p>Politik der Abschreckung, IGFM, November 2019, DE\/EN\/RU, <a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/russland-politik-der-abschreckung-politika-sapugiwanija\/\">https:\/\/humanrights-online.org\/de\/russland-politik-der-abschreckung-politika-sapugiwanija\/<\/a><\/p>\n<p>\u00dcbersetzung aus dem Russischen, \u201eBrilliantgr\u00fcn\u201c als Giftmittel im politischen Schaukelboot?, IGFM 2017, DE\/EN\/RU, <a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/seljonkarussland\/\">https:\/\/humanrights-online.org\/de\/seljonkarussland\/<\/a><\/p>\n<p>Projektbericht Perm:<\/p>\n<div class=\"video-shortcode\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"BVMCF4EVCb\"><p><a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/russland-ein-reisebericht-nach-perm-zum-projekt-wohnung\/\">Russland: Ein Reisebericht nach Perm zum Projekt &#8222;Wohnung&#8220;<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Russland: Ein Reisebericht nach Perm zum Projekt &#8222;Wohnung&#8220;&#8220; &#8212; Menschenrechte Osteuropa - News &amp; Konflikte\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/russland-ein-reisebericht-nach-perm-zum-projekt-wohnung\/embed\/#?secret=BVMCF4EVCb\" data-secret=\"BVMCF4EVCb\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<p>Menschenrechte in den L\u00e4ndern der ehemaligen Sowjetunion,\u00a0 IGFM Eurasia Komitee, Juni 2014, DE\/EN, <a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/igfm-dokumentation-menschenrechte-in-den-laendern-der-ehemaligen-sowjetunion\/\">https:\/\/humanrights-online.org\/de\/igfm-dokumentation-menschenrechte-in-den-laendern-der-ehemaligen-sowjetunion\/<\/a><\/p>\n<p>Jahreskonferenz 2012 der IGFM-Sektion Russland, <a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/jahreskonferenz-2012-der-igfm-sektion-russland\/\">https:\/\/humanrights-online.org\/de\/jahreskonferenz-2012-der-igfm-sektion-russland\/<\/a><\/p>\n<p>IGFM, November 2012, Interview und Stellungnahme zu Russlands neuem NGO-Gesetz <a href=\"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/interview-und-stellungnahme-zu-russlands-neuem-ngo-gesetz\/\">https:\/\/humanrights-online.org\/de\/interview-und-stellungnahme-zu-russlands-neuem-ngo-gesetz\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Menschenrechtsorganisation Memorial gilt als eine der renommiertesten in Russland. Nun wurde sie h\u00f6chstrichterlich verboten. Russlands Oberstes Gericht l\u00f6st Menschenrechtsorganisation Memorial International auf Memorial weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck und sieht sich als Opfer politischer Verfolgung Nach Einsch\u00e4tzung von Russlands Oberstem Gericht verst\u00f6\u00dft die\u00a0Menschenrechtsorganisation Memorial\u00a0International gegen das sogenannte &#8222;Ausl\u00e4ndische-Agenten&#8220;-Gesetz. Richterin Alla Nasarowa gab\u00a0der Agentur Interfax zufolge einem entsprechenden Antrag der Generalstaatsanwaltschaft statt. Wie Memorial mitteilt, wurden mit der Entscheidung auch die regionalen Unterorganisationen von Memorial International verboten. 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