{"id":23238,"date":"2020-04-08T17:04:15","date_gmt":"2020-04-08T15:04:15","guid":{"rendered":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/?p=23238"},"modified":"2021-11-26T10:44:08","modified_gmt":"2021-11-26T09:44:08","slug":"corona-in-germany-the-world-and-human-rights","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/corona-in-germany-the-world-and-human-rights\/","title":{"rendered":"Corona in Deutschland, der Welt und Menschenrechte"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-overflow:visible;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last fusion-column-no-min-height\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><h1 style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #3366ff;\">Corona in Deutschland, der Welt und Menschenrechte<\/span><\/strong><\/h1>\n<hr \/>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong><img decoding=\"async\" class=\" wp-image-23241 alignright\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Baum-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Baum-31x23.jpg 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Baum-200x150.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Baum-267x200.jpg 267w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Baum-400x300.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Baum-600x450.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Baum-768x576.jpg 768w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Baum-800x600.jpg 800w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Baum-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Baum-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Begnadet <\/strong><\/h1>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Wer dies Erdental besucht<\/strong><\/h1>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>In schicksalsschwerer Stund<\/strong><\/h1>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew, 1803 &#8211; 1873<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Covid-19 in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>Outbreak-Lautlose Killer<\/p>\n<p>Von Wuhan nach Heinsberg<\/p>\n<p>Was genau ist das f\u00fcr ein Virus?<\/p>\n<p>Tsunami Dynamik<\/p>\n<p>Im Sterben liegt der Unterschied<\/p>\n<p>Flatten the curve<\/p>\n<p>Die Vollbremsung im Mercedes<\/p>\n<p>Eng zusammen auf Abstand<\/p>\n<p>Unser Wirtschafts-Airbag<\/p>\n<p>Stichtag 20.4.<\/p>\n<p>Nebenwirkungen des \u201eMedikaments Shutdown\u201c<\/p>\n<p>Zeit zum Sortieren, dynamischer Stillstand<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Covid-19, die Welt und Menschenrechte<\/strong><\/p>\n<p>Taktlose Kritik?<\/p>\n<p>Der Takt eines Menschenrechtlers<\/p>\n<p>Humanit\u00e4re Gefahren<\/p>\n<p>Gef\u00e4hrdung von Grundrechten<\/p>\n<p>Unzureichende l\u00e4nder\u00fcbergreifende Strategien<\/p>\n<p>Unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeiten<\/p>\n<p>Begnadet, wer dies Erdental besucht, in schicksalsschwerer Stund<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>\u00a9\u00a0Die verwendeten Bilder dieses Blogposts stammen entweder von Wikimedia Commons oder sind selbst erstellte Werke.<\/em><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><h1><strong>Covid-19 in Deutschland<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Outbreak-Lautlose Killer<\/strong><\/p>\n<p>Ende Dezember kamen die Nachrichten aus China, ein neuartiges t\u00f6dliches Virus habe sich dort entwickelt. Mit Entsetzen habe ich diese Nachricht an meine Kinder gewhattsappt, im Kopf Szenen amerikanischer Pandemie- Katastrophenfilme, so z.B. \u201eOutbreak-Lautlose Killer\u201c mit Dustin Hoffman. Danach verfolgten wir wohl alle die Nachrichtenbilder aus China, aus Wuhan. \u201eCorona\u201c und \u201eWuhan\u201c waren die ersten W\u00f6rter, die in unseren neuen Sprachalltag \u00fcbergingen. F\u00fcr uns hier in Deutschland war es dennoch sehr weit entfernt. Man sah wie regional abgesperrt wurde, wie spezielle gigantische Krankenh\u00e4user aus dem Boden gestampft wurden, wie ein autorit\u00e4rer und rigider Apparat dort die rigorose Kontrolle \u00fcbernahm. Die hohe Zahl der Toten stand im Zusammenhang mit dem chinesischen Regime, dass den Virus am Anfang offensichtlich zu vertuschen suchte, aber dann mit der Ver\u00f6ffentlichung der Information die Epidemie mit diesen massiven Ma\u00dfnahmen doch noch in den Griff zu bekommen schien. Insofern war der bedrohliche Virus weit weg in Wuhan geblieben, eine Epidemie, keine Pandemie.<\/p>\n<p><strong>Von Wuhan nach Heinsberg <\/strong><\/p>\n<p>Anfang M\u00e4rz sollte ich gute Freunde aus Russland zu Besuch bekommen und mit ihnen auf die Eisenwarenmesse in K\u00f6ln gehen. Insofern schaute ich immer mal auf die Website der Eisenwarenmesse und stellte fest, dass dort immer mehr Aussteller absagten. Denn ein Gro\u00dfteil kam aus China.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\" wp-image-23252 alignright\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/homestay-1024x390.png\" alt=\"\" width=\"496\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/homestay-31x12.png 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/homestay-200x76.png 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/homestay-400x152.png 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/homestay-405x154.png 405w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/homestay-600x228.png 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/homestay-768x292.png 768w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/homestay-800x305.png 800w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/homestay-1024x390.png 1024w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/homestay-1200x457.png 1200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/homestay.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 496px) 100vw, 496px\" \/>Ende Februar erhielt ich dann ein offizielles Absageschreiben der Eisenwarenmesse, &#8211; wo ich ja angemeldet war-, mit einer ausf\u00fchrlichen Begr\u00fcndung, warum man sich im Zusammenhang mit Corona f\u00fcr eine Verschiebung aufs n\u00e4chste Jahr entschieden hatte. Das war schon ein gro\u00dfes Ding! Tausende von angemeldeten Ausstellern, Zehntausende Besucher. Was ein finanzieller Verlust f\u00fcr die Unternehmen, f\u00fcr die Stadt K\u00f6ln, f\u00fcr die Hotel- und Touristikbranche! Dennoch war klar, meine Freunde kommen dann eben ohne diese Messe zu mir zu Besuch. Wurde das doch irgendwie \u00fcbertrieben mit diesem Virus, ist er doch \u00e4hnlich wie eine Grippe und gef\u00e4hrlich nur f\u00fcr \u00e4ltere Menschen. St\u00e4ndig erhielt man Whattsapp-Witze zum Thema und leitete sie am\u00fcsiert weiter. Doch genau in dieser letzten Februarwoche ver\u00e4nderte sich mit jedem Tag und zuletzt fast st\u00fcndlich diese Klarheit. In Italien war ein \u201eHot-Spot\u201c, wie wir mittlerweile ebenso in unseren Sprachgebrauch aufgenommen haben, entstanden. Hier waren die Zahlen der Infizierten in dieser Woche sprunghaft angestiegen und lagen Ende Februar bei \u00fcber 1000 und es gab schon fast 30 Todesf\u00e4lle. Auch in Deutschland gab es schon \u00fcber 60 Infizierte. Meine Freunde sollten am 3. M\u00e4rz ankommen und wir telefonierten in dieser Zeit t\u00e4glich. Kommt ihr oder kommt ihr nicht? Am Morgen des 3ten flogen sie dann nicht. In Deutschland, im Bundesland Nordrhein-Westphalen, im Landkreis Heinsberg, hatte sich ein nun auch ein Hot-Spot entwickelt. Hier hatten sich mehrere Menschen auf einer Karnevalssitzung infiziert.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-3\"><p><strong><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-23256\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Mask.jpg\" alt=\"\u00a9 Die verwendeten Bilder dieses Blogposts sind entweder von Wikimedia Commons heruntergeladen und sind somit keinen Urheberrechtsbeschr\u00e4nkungen unterworfen oder sind von mir selbst erstellte Werke.\" width=\"526\" height=\"526\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Mask-27x27.jpg 27w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Mask-66x66.jpg 66w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Mask-200x200.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Mask-400x400.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Mask-600x600.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Mask-768x768.jpg 768w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Mask.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 526px) 100vw, 526px\" \/><\/strong><\/p>\n<p><strong>Was genau ist das f\u00fcr ein Virus?<\/strong><\/p>\n<p>In diesen ersten beiden M\u00e4rzwochen begann nun f\u00fcr Deutschland die Corona-\u00c4ra. Das Erste, was man morgens tat, war die Entwicklung anhand der Zahl von Infizierten und Toten vor allem im fast benachbarten Italien und im deutschen Landkreis Heinsberg anzuschauen. Und die Entwicklung war rasant, exponentiell. Die Anzahl der Todesf\u00e4lle war in Italien von 30 auf \u00fcber 2000 gestiegen, und auch in Deutschland gab es erste Todesf\u00e4lle. Hatte man das Virus untersch\u00e4tzt? Hie\u00df es nicht, dass es zum Gro\u00dfteil sich um einen milden Krankheitsverlauf handele, den manch einer habe und nicht einmal bemerke? Klar war zu diesem Zeitpunkt zumindest, dass es hochinfekti\u00f6s und bei alten Menschen und Vorerkrankten doch sehr ernst zu nehmen ist.<\/p>\n<p>Es begann die Zeit, wo man s\u00e4mtliche Infos zu dem Virus aufsaugte. Erfuhr, dass es sich nicht wie beim Grippevirus um einen Virus handelt, der sich j\u00e4hrlich ein neues Kleid anzieht, dessen Gestalt dennoch der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung bekannt ist und gegen den Abwehrmechanismen vorhanden sind. Nein, dies ist ein komplett neuartiger Virus, er tr\u00e4gt nicht nur ein neues Kleid, sondern seine ganze Gestalt ist unbekannt und somit ist gegen ihn noch keine Immunabwehr (Herdenimmunit\u00e4t) vorhanden. Es gibt auch noch keine erforschten behandlungsunterst\u00fctzenden Medikamente und nat\u00fcrlich noch keinen Impfstoff. Wie erfuhren, dass er aus der Virenspezie kommt, die Verursacher des schweren akuten Atemwegssyndroms (SARS) ist, das 2002 in einer Pandemie 800 Menschenleben gefordert hatte. Ein Virus, das sich in China von Tieren hin zum Menschen \u201ehochmutiert\u201c hatte. M\u00f6glicherweise von bestimmten Katzen- oder Fledermausarten, die \u00fcber die Nahrung aufgenommen wurden. Auch gibt es Theorien, dass es in Genlabors entwickelt wurde, mit denen Verschw\u00f6rungstheoretiker gerne ihr Unwesen treiben.<\/p>\n<p>Zwar ist es h\u00f6chst infekti\u00f6se Tr\u00f6pfcheninfektion, doch der \u00dcbertragungsweg erfolgt anscheinend zum absoluten Gro\u00dfteil \u00fcber den Atem eines Infizierten. Wir kaufen z.B. seit Beginn an t\u00e4glich in den Superm\u00e4rkten frische Waren, doch sind hier so gut wie keine Infektionswege festzustellen, es hei\u00dft, dass selbst wenn ein Infizierter ein Brot vorher \u201eangenossen\u201c hat, die Menge nicht ausreiche, um einen Anderen, der das Brot danach angreift, zu infizieren. Ebenso wenig \u00fcber T\u00fcrgriffe, St\u00fchle etc. Priorit\u00e4t hat deshalb das Abstand halten und H\u00e4nde waschen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu seinem Vorg\u00e4nger aus 2002 ist das Coronavirus von 2019 jedoch in folgender Hinsicht weiterentwickelt. Es kann sich schon im Rachen gut vermehren und dann effizienter in das Ziel seiner Begehr, die Lunge, gelangen und dort seine eben SARS-typische schwere Lungenentz\u00fcndung verursachen. Es kann sich zwei Wochen unbemerkt aus einem schon besetzten K\u00f6rper heraus verbreiten. Das ist die gef\u00e4hrliche Waffe des Virus. Wie es mikroskopisch aussieht, wissen wir inzwischen alle, es ist sicher das am meisten verbreitete Bild des Monats M\u00e4rz 2020. Seinen Namen hat es durch das Aussehen seiner Oberfl\u00e4chenstruktur erhalten, das Virus mit der Krone.<\/p>\n<p><strong>Tsunami Dynamik<\/strong><\/p>\n<p>Es begann hier in Deutschland die Zeit, wo man t\u00e4glich gespannt die Worte unseres Bundesgesundheitsministers, Jens Spahn (einer der drei Nachfolgekandidaten in der Regierungspartei f\u00fcr Angela Merkel), verfolgte. Mit beeindruckender Ruhe und Sachlichkeit in einer unruhigen und unklaren Situation betonte er immer, dass die Situation \u201edynamisch\u201c sei. Dass die Handlungen und Ma\u00dfnahmen der jeweiligen Dynamik angepasst werden m\u00fcssen. So waren erste Ma\u00dfnahmen die Empfehlungen Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen besser zu unterlassen, Quarant\u00e4neregelungen im Hot-Spot Heinsberg oder die Verfolgung von \u201eInfektionsketten\u201c, ein weiteres neues Wort unseres heutigen viralbestimmten Alltags.<\/p>\n<p>Eine neue Phase der Krise haben Mitte M\u00e4rz mit Sicherheit dann die Bilder aus italienischen Krankenh\u00e4usern auf den Fernsehschirmen in unseren Wohnzimmern ausgel\u00f6st. Seit Tagen gab es bereits den parallelen Vergleich mit dem deutschen kleinen Hot-Spot in Heinsberg und dem gro\u00dfen Hot-Spot im norditalienischen Bergamo.\u00a0 Jetzt sah man nackte, leblose Leiber auf den Bauch gelegt an Beatmungsmaschinen, \u00fcberf\u00fcllte Krankenhausflure und provisorische Hallen mit Totkranken. V\u00f6llig ersch\u00f6pfte und \u00fcberforderte \u00c4rzte, die traumatisiert waren, weil sie t\u00e4glich pers\u00f6nlich entscheiden mussten, wen sie an die unzureichenden Beatmungsger\u00e4te anschlie\u00dfen und wen nicht. Wen sie sterben lassen und wen nicht. Und selbst mit Beatmungsger\u00e4ten starben ihnen die Patienten weg. In uns brannten sich diese Corona-Bilder ein und hallten die Stimmen italienischer \u00c4rzte und Politiker, die uns inbr\u00fcnstig vor einem Tsunami warnten.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-4\"><p><img decoding=\"async\" class=\" wp-image-23260 alignleft\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stay.jpg\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"539\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stay-19x27.jpg 19w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stay-142x200.jpg 142w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stay-200x281.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stay-400x562.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stay.jpg 426w\" sizes=\"(max-width: 383px) 100vw, 383px\" \/><strong>Im Sterben liegt der Unterschied<\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4testens danach waren wir uns hier in Deutschland alle einig. Die Whatsapp-Witze stockten, die Sache war offensichtlich sehr ernst. Der Gedanke, dass ein Eltern- oder Gro\u00dfelternteil in einer Notdurft-Halle ganz alleine bei vollem Bewusstsein mit einer beidseitigen Lungenentz\u00fcndung qualvoll erstickt, das war f\u00fcr alle ein ganz klares \u201eno go\u201c. Wir wussten nat\u00fcrlich, dass es schlimmere Viren und schlimmere Krankheiten gibt oder dass wir in Deutschland j\u00e4hrlich fast 1 Million Menschen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verlieren, fast eine Viertel Million durch Krebs oder \u00fcber 3000 durch Verkehrsunf\u00e4lle. Und auch, so versteht sich von selbst, dass die Lebenserwartung \u00e4lterer Menschen geringer ist als die Junger. Dennoch macht es einen Unterschied, ob die eigene Mutter nach einem Schlaganfall von einem Notarztwagen schnell in eine \u201eStroke unit\u201c gebracht und dort bestm\u00f6glich behandelt wird oder ob sie von Astronautenmenschen in eine provisorische Halle gebracht wird und dort ganz alleine elendig sterben muss.<\/p>\n<p><strong>Flatten the curve<\/strong><\/p>\n<p>Und nachdem, was man sich in den letzten beiden Wochen an Wissen \u00fcber das Virus und dessen Verbreitung draufgeschafft hatte, gab es in aller Unwissenheit und Unklarheit zumindest eine logische Erkl\u00e4rung wie wir ein solches Szenario vielleicht noch verhindern k\u00f6nnen. Das Gesicht der deutschen Corona-Krise, der international angesehene Virologe Prof. Christian Drosten, Institutsdirektor der Berliner Charit\u00e9, spezialisiert auf neuartige Viren und erfahren mit dem SARS Vorg\u00e4nger des COVID 19, erkl\u00e4rte es uns. Wie gebannt hingen wir in diesen Tagen an seinen Lippen. Da es keine medizinischen Ma\u00dfnahmen gegen die Verbreitung des neuartigen Virus gab und auch unser im globalen Vergleich gut aufgestelltes Gesundheitssystem mit einer gleichzeitigen hohen Anzahl von schweren F\u00e4llen \u00fcberfordert w\u00e4re, gab es zu diesem Zeitpunkt, als akuter Handlungsbedarf bestand, um ein Schreckensszenario wie im nahen Italien zu verhindern, nur eine L\u00f6sung: \u201eFlatten the curve\u201c wie es mittlerweile ebenso in unseren Sprachgebrauch \u00fcbergegangen ist.\u00a0 Die Infektionsrate so niedrig zu halten, dass wir die schweren F\u00e4lle auch intensivmedizinisch versorgen k\u00f6nnen. Und man musste kein Mathematiker sein, um die Diagramme und Videoanimationen dazu zu verstehen. Um die Zahl der Infektionen nicht exponentiell ansteigen zu lassen, gab es zu diesem Zeitpunkt nur eine schnelle realistische nichtmedizinische L\u00f6sung, den \u201eShut-\u201c oder \u201eLockdown\u201c wie es ebenso in unseren Sprachgebrauch \u00fcbergegangen ist.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last fusion-column-no-min-height\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-5\"><p><strong>Die Vollbremsung im Mercedes<\/strong><\/p>\n<p>Verbunden war dieser Shutdown bei uns aber auch immer mit der politischen Zusage, dass alles getan wird, um die finanziellen Einbu\u00dfen dieser unikalen, elementar einschneidenden Ma\u00dfnahme abzufedern. Unsere \u201eschwarze Null\u201c, also ein ausgeglichener Staatshaushalt, die wir seit 5 Jahren als heilige Kuh behandeln, wurde nun bereitwillig zur Verhinderung dieses Schreckensszenarios geschlachtet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-23262 alignright\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Klorolle-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"635\" height=\"476\" \/>Daf\u00fcr stand die deutsche Bundeskanzlerin in ihrer Fernsehansprache an das Volk am 18.3. und es gab dar\u00fcber kein Gerangel unter den Politikern oder in der Bev\u00f6lkerung. Im Grunde hatte die Bundeskanzlerin gesagt, ja, wir haben ein Sparschwein, das wir in den letzten Jahren durch die schwarze Null gut aufgef\u00fcllt haben und jetzt sind wir bereit, es zu schlachten. Nach geschlossenen Schulen, Kinderg\u00e4rten, partiellen Ein- und Ausreisebeschr\u00e4nkungen, Quarant\u00e4nebestimmungen, Verbot von Gro\u00dfveranstaltungen, erfolgte nun die Schlie\u00dfung der kompletten Touristik-, Reise- und Freizeitbereiche. Zudem galt f\u00fcr alle Betriebe deutschlandweit soweit als m\u00f6glich das Homeoffice. Mittlerweile darf man sich \u00f6ffentlich nur noch zu zweit bewegen oder mit Mehreren, wenn diese aus demselben Haushalt sind, wobei es immer Abweichungen innerhalb der einzelnen Bundesl\u00e4nder gibt, im Bundesland Bayern z.B. darf man nur noch Kontakte innerhalb des Haushalts haben und nur noch aus triftigem Grund das Haus verlassen. Bu\u00dfgeldkataloge f\u00fcr Zuwiderhandlungen werden ver\u00f6ffentlicht, beginnend von 200,-\u20ac beispielweise wenn man sich mit mehr als 2 Personen im \u00f6ffentlichen Raum bewegt, bei Wiederholungstat um die 1000,- \u20ac und bei Wiederholungstaten von gr\u00f6\u00dferen Vergehen wie zum Beispiel der Durchf\u00fchrung einer gr\u00f6\u00dferen Freizeitveranstaltung bis zu 25.000 \u20ac.<\/p>\n<p><strong>Eng zusammen auf Abstand<\/strong><\/p>\n<p>Es ist nicht so, dass wir alle wie ein Schafsherde dem Shutdown gefolgt w\u00e4ren, nein, es gab und gibt in den Medien pausenlose Berichte, Dokumentationen, Diskussionen, Extra-, Spezial und Sondersendungen mit Medizinern, Virologen, Finanzexperten, Politikern, Betroffenen, Nicht-Betroffenen, Psychologen, VIPs, Alltagshelden, was auch immer. Nein, es war eine von der absoluten Mehrheit getragene Entscheidung.<\/p>\n<p>Mittlerweile sind wir schon eingefleischte Vertreter des \u201esocial distancing\u201c bzw. korrigieren schon in dem Begriff des \u201ephysical distancing\u201c, weitere Begriffe, die nunmehr fest in unseren sprachlichen Alltag geh\u00f6ren. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zu Anderen ist uns in Fleisch und Blut \u00fcbergegangen. Fast erschrecken wir, wenn wir in Filmen Szenen sehen, wie sich Menschen die H\u00e4nde geben oder gar umarmen. Selbst hier in meinem kleinen Dorf in hessisch Sibirien stehen wir automatisch in Schlangen, immer mit geb\u00fchrendem Abstand, so versteht sich von selbst. Auch innerhalb der Familie im selben Haushalt wird Abstand gehalten. Die Eltern oder Gro\u00dfeltern sieht man nur noch durch das Fenster neben der Eingangst\u00fcr und KassiererInnen sind inzwischen alle durch Glasscheiben abgetrennt. Unsere Haut an den H\u00e4nden ist schon bl\u00e4ttrig wie Laub vom st\u00e4ndigen H\u00e4ndewaschen.<\/p>\n<p>Es gibt die Hashtag Aktion #Wir bleiben zu Hause, \u00fcberall und immer pr\u00e4sent ebenso wie #Wir sagen Danke. Bekannte Pers\u00f6nlichkeiten unterst\u00fctzen sie in kurzen Videoclips von zu Hause. Der Dank geht an alle Mitarbeiter und freiwilligen Helfer der systemerhaltenen Betriebe und Einrichtungen. So besonders im Gesundheitswesen, wo die Menschen fast 24\/7 arbeiten oder auch die KassiererInnen in den Superm\u00e4rkten, die dem Ansturm von sich um Toilettenpapiergeifernden Hamsterk\u00e4ufern und einem nicht unerheblichen Restrisiko ausgesetzt sind.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-6\"><p><strong>Unser Wirtschafts-Airbag<\/strong><\/p>\n<p>Am 25.3. hatte man so schnell wie noch nie in der deutschen Geschichte binnen k\u00fcrzester Zeit einen nachtr\u00e4glichen Bundeshalt verabschiedet, also ganz offiziell nun die heilige schwarze Null mit Siebenmeilenstiefeln hinter sich gelassen und damit insgesamt ein 156 Milliarden Euro schweres Hilfspaket f\u00fcr die Wirtschaft freigegeben. Unternehmen mit bis 5 Mitarbeitern k\u00f6nnen hier eine r\u00fcckzahlungsfreie Soforthilfe von 9000,-\u20ac, mit bis zu 10 Mitarbeitern, von 15.000,-\u20ac erhalten. Der Antrag kann seit Kurzem online gestellt werden und es seither bricht die Antragsflut nicht ab. Er scheint relativ unkompliziert zu sein und die Antwort erfolgt au\u00dferordentlich schnell. Es gibt Berichte von 15 Minuten. Das Geld wird dann ebenso umgehend \u00fcberwiesen. F\u00fcr gro\u00dfe Unternehmen wurde ein Wirtschaftsstabilisierungsfonds in H\u00f6he von 600 Milliarden Euro aufgesetzt. Vor allem geht es hier darum, dass der Staat (90prozentige) Kreditb\u00fcrgschaft bei den Banken gew\u00e4hrt. Die Kredite m\u00fcssen dennoch g\u00e4nzlich von den Kreditnehmern getilgt werden. Eine elementare Wirtschaftsst\u00fctze ist vor allem die \u00dcbernahme von Kurzarbeitergeld durch die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit. Auch d\u00fcrfen Vermieter ihren Mietern derzeit nicht k\u00fcndigen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-23267 alignleft\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stayhome-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"647\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stayhome-31x21.jpg 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stayhome-200x133.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stayhome-301x200.jpg 301w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stayhome-400x266.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stayhome-600x399.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stayhome-768x511.jpg 768w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stayhome-800x532.jpg 800w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/stayhome.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 647px) 100vw, 647px\" \/><\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-7\"><p><strong>Stichtag 20.4. <\/strong><\/p>\n<p>Wo sind wir heute am ersten Tag nach diesem dynamischen, unikalen, weltver\u00e4nderndem M\u00e4rz 2020? Nach guten zwei Wochen von Shutdown und Social distancing, nach den zwei wohl ungew\u00f6hnlichsten Wochen, die wir als deutsche Gesellschaft nach dem Weltkrieg II zusammen erlebt haben? Ja, zweifelsfrei sind wir gerade ein bisschen wie ungeduldige Kinder, die ihr Geburtstagsgeschenk auspacken wollen. Ein P\u00e4ckchen, in dem sich zumindest ein deutlicher R\u00fcckgang der Infiziertenzahlen befindet. Doch haben wir wie in einer Schnitzeljagd vorerst nur einmal ein Zettelchen mit einem Datum gefunden. 20.4. An diesem Tag erhalten wir den n\u00e4chsten Hinweis.<\/p>\n<p><strong>Nebenwirkungen des \u201eMedikaments Shutdown\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das Medikament Shutdown war indiziert gegen die defizit\u00e4re Behandlung der schweren F\u00e4lle und das daraus resultierende w\u00fcrdelose Sterben von \u2013aufgrund der nicht validen Daten- ca. 0, 5 \u2013 10 Prozent unserer Bev\u00f6lkerung. Die \u201eCompliance\u201c, also die Mitarbeit des Patienten selbst in der Therapie, war und ist noch immer au\u00dferordentlich hoch. Gest\u00e4rkt die Compliance aktuell vor allem durch die Bilder aus New York, durch mit S\u00e4rgen gef\u00fcllte Hallen, durch mit Gabelstaplern transportierten Toten in Leichens\u00e4cken, durch traurige \u201eRekordzahlen\u201c von \u00fcber 1000 Covid-19-Toten an einem Tag, wo es vor zwei Wochen noch kein einziges Todesopfer gab. Bei aller Ungenauigkeit der Daten zeigen diese Bilder klar, dass die amerikanische Regierung die Lage zu lange verharmlost und zu sp\u00e4t geschaltet hat. Gest\u00e4rkt wird die Compliance ebenso mit den schon erw\u00e4hnten Aktionen wie \u201eWir bleiben zu Hause, wir sagen Danke\u201c, mit Beispielen von Alltagshelden, die f\u00fcr Risikogruppen einkaufen gehen, die Schutzmasken n\u00e4hen, die kreative Ideen in der Bew\u00e4ltigung des virusbestimmenden Alltags umsetzen.<\/p>\n<p>Und jetzt eben mit der Nennung eines konkreten Datums, in dem man beginnen kann, das starke Medikament auszuschleichen. Denn klar ist auch, dass es sich um eine klinisch noch nicht erprobte bittere Pille mit unz\u00e4hligen gef\u00e4hrlichen Nebenwirkungen handelt, die bei l\u00e4ngerer Einnahmedauer zunehmen. Diese Nebenwirkungen k\u00f6nnen je nach Patientengruppe unterschiedlich stark auftreten. Klar, dass das unter diesen Bedingungen dieser geordnete freiwillige R\u00fcckzug in die eigenen vier W\u00e4nde zusammen mit Social distancing f\u00fcr alle kein Leben auf dem Ponyhof ist. Doch f\u00fcr eine intakte f\u00fcnfk\u00f6pfige Familie mit einer gro\u00dfen Wohnung und Garten stellt es sich anders dar als f\u00fcr eine Familie mit Potential zu h\u00e4uslicher Gewalt in einer kleinen Hochhaussiedlung. Was machen deren Kinder gerade durch?<\/p>\n<p><strong><img decoding=\"async\" class=\" wp-image-23270 alignright\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/800px-Keep_Calm_and_Stay_Home.svg-683x1024.png\" alt=\"\" width=\"301\" height=\"451\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/800px-Keep_Calm_and_Stay_Home.svg-18x27.png 18w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/800px-Keep_Calm_and_Stay_Home.svg-133x200.png 133w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/800px-Keep_Calm_and_Stay_Home.svg-200x300.png 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/800px-Keep_Calm_and_Stay_Home.svg-400x600.png 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/800px-Keep_Calm_and_Stay_Home.svg-600x899.png 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/800px-Keep_Calm_and_Stay_Home.svg-683x1024.png 683w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/800px-Keep_Calm_and_Stay_Home.svg-768x1151.png 768w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/800px-Keep_Calm_and_Stay_Home.svg.png 800w\" sizes=\"(max-width: 301px) 100vw, 301px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>Und sicher auch vertr\u00e4gt der Hersteller von \u201eDefizit-Waren\u201c wie Atemmasken, Desinfektionsmittel, Beatmungsger\u00e4ten die bittere Pille sehr viel besser als der Besitzer eines Restaurants, Caf\u00e9s oder sonstigen \u201enicht systemrelevanten\u201c Ladens, der keine gro\u00dfen R\u00fccklagen hat. Wie geht es gerade all den Menschen, die um ihre Existenzgrundlage bangen? Wie lange werden Jugendliche die bittere Pille schlucken, wenn der Nachbar die Polizei ruft, weil er gerade mit zwei Freunden auf der Stra\u00dfe zusammensteht? Wie tief d\u00fcrfen Kontroll- und Strafmechanismen in die Freiheitgrundrechte einschneiden?<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-8\"><p><strong>Zeit zum Sortieren, dynamischer Stillstand<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWie geht es nach dem 20ten weiter?\u201c ist die aktuelle Frage, die uns alle bewegt. Doch dazu brauchen wir mehr und konkretere Daten, es bleibt noch immer ein dynamischer Prozess, jeden Tag aufs Neue. Wir hoffen auf einen baldigen validen Antik\u00f6per-Schnelltest, der in Arbeit ist und in ca. einen Monat auf dem Markt sein k\u00f6nnte. Nach gegenw\u00e4rtigem Stand, k\u00f6nnen Menschen die Covid-19 bereits hatten, weder sich selbst, noch andere neu infizieren und w\u00e4ren somit in der Krise gut einsetzbar. Auch soll die Zahl der Infektionstests deutlich gesteigert werden. Wir machen aktuell klinische Studien mit 3 schon existierenden Medikamenten, die f\u00fcr Covid -19 therapiewirksam sein k\u00f6nnten. Hier gibt es erste Erfolge. \u201eDowngelockte\u201c Betriebe wie beispielsweise Volkswagen, haben Produktionsbereiche auf die Herstellung von Beatmungsger\u00e4ten oder klinisches Zubeh\u00f6r verlegt, andere auf die Herstellung von Schutzmasken, wo sie den Auftr\u00e4gen gar nicht hinterherkommen. Die Zahl der Intensivbetten wird weiterhin erh\u00f6ht, medizinisches Personal ausgeweitet und fortgebildet. Unikliniken und Forschungszentren vernetzen sich mehr und mehr. Eine Ethik-Kommission wurde eingerichtet, die den Intensiv-\u00c4rzten Anleitungen in der \u201eTriage\u201c (Einteilung der Patienten nach Schwergrad in der Notfallstation) geben soll, um ihnen damit die traumatischen Erfahrungen der italienischen \u00c4rzte zu ersparen. Ebenfalls werden neben Intensiv-, Palliativabteilungen mit Zugang f\u00fcr Angeh\u00f6rige angeschlossen.<\/p>\n<p>Anonyme befristete Bluetooth-Tracking Apps werden aktuell von der Regierung beworben. Wir lernen weitere neue Begriffe f\u00fcr verschiedene Strategien: \u201eMitigation\u201c ist Kontaktunterbindung im Sinne von flatten the curve, \u201eSuppression\u201c die Kontaktunterbindung zur v\u00f6lligen Ausmerzung des Virus, \u201eCocooning\u201c, die Abschirmung der Risikogruppen, \u201eContainment\u201c so etwa das Gegenteil von Herden-Immunisierung. Und mit den ganzen Zahlen von Toten, Infizierten, Genesenen, sich in Behandlung befindenden, von Riskogruppen sowie den unzuverl\u00e4ssigen Sterberaten modellieren Mathematiker und Virologen die potentielle Zukunft dieser Strategien. So z.B. ein Mathematiker aus Kaiserslautern auf die Frage: Welcher Strategie folgen wir gerade in Deutschland mit <em>flatten the curve<\/em> \u2013 Unterdr\u00fcckung oder Abschw\u00e4chung?<\/p>\n<p><em>\u201eDas hat die Regierung noch nie so ganz konkret gesagt. Zwar sind die Ma\u00dfnahmen, die gerade gelten, sehr streng. Ich wei\u00df allerdings nicht, ob sie streng und langfristig genug sind, um das Virus erfolgreich zu unterdr\u00fccken. <\/em><em>Das kommt darauf an, wie stark man die Au\u00dferhaushaltskontakte verringern kann. Wenn man sie um etwa 90 Prozent reduziert, dauert es etwas mehr als ein Jahr. Und wenn man erreichen wollte, dass Covid-19 innerhalb eines Jahres verschwindet, m\u00fcsste man dauerhaft sogar etwa 95 Prozent aller Kontakte au\u00dferhalb des Haushalts unterbinden, verglichen mit der Zeit vom 5. bis 20. M\u00e4rz. Ich m\u00f6chte aber betonen, dass wir diese Einsch\u00e4tzungen auf Basis unseres Simulationsmodells getroffen haben. Wie exakt es den tats\u00e4chlichen Verlauf der Pandemie beschreiben kann, werden wir, wie bei allen Modellen, erst im Nachhinein sagen k\u00f6nnen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen also erst im Nachhinein sagen, ob die Operation gelungen ist und der Patient es \u00fcberlebt hat. Gut, dass nicht alleine Mathematiker \u00fcber das Schicksal des Patienten entscheiden.<\/p>\n<hr \/>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-9\"><h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Covid-19, die Welt und Menschenrechte<\/strong><\/h1>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-23095\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/covid.jpg\" alt=\"\" width=\"605\" height=\"507\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/covid-31x27.jpg 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/covid-200x168.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/covid-239x200.jpg 239w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/covid-400x335.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/covid-600x503.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/covid-768x644.jpg 768w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/covid-800x671.jpg 800w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/covid.jpg 940w\" sizes=\"(max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><\/p>\n<p><strong>Taktlose Kritik?<\/strong><\/p>\n<p>Menschenrechtler der Internationalen Gesellschaft f\u00fcr Menschenrechte\/IGFM gaben schon mit Beginn der massiven Ma\u00dfnahmen zu bedenken, dass das Mittel gegen die Pandemie sich als schlimmer erweisen k\u00f6nne, als die Pandemie selbst. Sie f\u00fchren hierf\u00fcr unter anderem weltweit resultierende humanit\u00e4re Katastrophen sowie das Potential zu staatlichem Missbrauch der Menschenrechte an. Auch zeige die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit der Ma\u00dfnahmen angesichts anderer bekannter und heilbarer Infektionskrankheiten wie bspw. der Tuberkulose mit j\u00e4hrlich weit \u00fcber 1 Million Opfer, dass die Weltengemeinschaft immer noch weit entfernt ist von einer solidarischen Bew\u00e4ltigung globaler Krisen und Probleme.\u00a0Sind solche Warnungen und Kritiken in einer Zeit, in der wir nach Italien, Spanien und Frankreich heute mit amerikanischen Bildern von mit Gabelstaplern in Leichens\u00e4cken transportierten Covid-19- Opfern konfrontiert sind, taktlos? In einem Ausnahmezustand, in dem wir auf so viel verzichten, so viel riskieren, in der wir alle kleine und gro\u00dfe Opfer bringen und uns gegenseitig zu Zuversicht und Durchhalteverm\u00f6gen animieren. In der wir so stolz sind auf die vielen Alltagshelden, die sich in den letzten Wochen bewiesen haben? Stolz auf eine nie dagewesene Solidarit\u00e4t in schwerer Stund?<\/p>\n<p><strong>Der Takt eines Menschenrechtlers<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr einen Menschenrechtler herrscht im Grunde immer eine schwere Stund, sind Schreckensbilder von Leid und Elend, von Toten, Gefangenen, Gewaltopfern oder humanit\u00e4ren Katastrophen immer im Kopf. Der Appell nach Solidarit\u00e4t schwingt stetig in ihm mit.<\/p>\n<p><strong>Humanit\u00e4re Gefahren<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich denkt er bei den Nebenwirkungen des globalen Shutdowns nicht nur an den deutschen Mercedes Fahrer mit seinem Rundumairbag, sondern auch an den indischen Rikscha-Fahrer, den Tagel\u00f6hner, der von einem Tag auf den anderen Tag ohne Lohn und Brot dasteht oder den russischen Jungunternehmer, der nicht einmal im Traum auf die Idee einer staatlichen Soforthilfe k\u00e4me. An die Familien und deren Kinder, die nicht in einem sozialen Grundsicherungsnetz aufgefangen werden. Die damit verbunden sozialen und psychologischen Folgen. Die Gefahr, dass eine Weltwirtschaftskrise f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Weltbev\u00f6lkerung eine humanit\u00e4re Katastrophe sein kann.<\/p>\n<p><strong>Gef\u00e4hrdung von Grundrechten<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sieht er das Potential, dass eine solche Krise in der Einschr\u00e4nkung von Grundrechten und \u2013freiheiten mit sich bringt. W\u00e4hrend wir hier in Deutschland um die Gefahr der Anwendung einer zeitlich befristeten \u201eTracking-App\u201c diskutieren, hat der ungarische Pr\u00e4sident schon ein \u201eCovid-19-Erm\u00e4chtigunggesetz\u201c in der Tasche und China l\u00e4ngst die unangreifbare \u201eBig Brother is watching you\u201c Legitimation.<\/p>\n<p><strong>Unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich vergleicht der Menschenrechtler die Covid-19 Pandemie unter anderem mit der weltweit t\u00f6dlichsten Infektionskrankheit, der Tuberkulose, deren Erreger ca. 2 Drittel der Weltbev\u00f6lkerung in sich tr\u00e4gt, die j\u00e4hrlich \u00fcber eine Million Opfer fordert und gegen die es im Gegensatz zu Covid-19 Heilmittel gibt. Die mit 2 Milliarden Euro j\u00e4hrlich schon l\u00e4ngst ausgerottet h\u00e4tte sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Unzureichende l\u00e4nder\u00fcbergreifende Strategien<\/strong><\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich sieht er, dass es keine Vorbereitung gab auf ein solches Krisenszenario, weder national, kontinental, geschweige denn global. Im Gegenteil, reflexartig hat sich die globalisierte Welt in ihre Nationalstaaten zur\u00fcckgezogen, die Schotten fast gleichsam dichtgemacht. Selbst innerhalb des 27 Jahre alten Staatengef\u00fcges der EU. Und w\u00e4hrend man t\u00e4glich das Schreckensszenario im norditalienischen Bergamo verfolgte, war es nicht so, dass man dort aus allen Himmelsrichtungen massiv zur Hilfe eilte. Das marode italienische Gesundheitswesen, das nicht zuletzt der rigiden Finanzpolitik innerhalb der EU geschuldet ist, war offensichtlich zu einem gewichtigen Teil verantwortlich f\u00fcr die hohe Zahl der Todesopfer. Und nach allem, was der S\u00fcden des Kerneuropas traumatisch erlitten hat, wird aktuell innerhalb seiner staatlichen Solidargemeinschaft vorerst um Finanzhilfen gefeilscht.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-10\"><h2><span style=\"color: #000000;\"><strong>Begnadet, wer dies Erdental besucht, in schicksalsschwerer Stund<\/strong><\/span><\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-23277 alignleft\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Save_tree_save_life_logo.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Save_tree_save_life_logo-25x27.jpg 25w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Save_tree_save_life_logo-186x200.jpg 186w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Save_tree_save_life_logo-200x216.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Save_tree_save_life_logo.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Dennoch haben die Bilder der leeren Stra\u00dfen der weltweiten Gro\u00dfstadtmetropolen auch etwas Faszinierendes, etwas Magisches. Und es geht doch! Fast als w\u00fcrde die ganze Menschheit gemeinsam die Erdkugel anhalten. Der gleichsame R\u00fcckzug in die nationalen Gefilde bis hin in die eigenen vier W\u00e4nde war in dieser Situation ein nat\u00fcrlicher und folgerichtiger Reflex. Richtig ist auch, dass wir alle erst einmal Zeit brauchen, um den Schock zu verdauen. Richtig ist auch, dass wir die Menschen feiern, die in dieser Zeit R\u00fcckgrat, Zivilcourage und Solidarit\u00e4t gezeigt haben. Diejenigen, die nicht in den Superm\u00e4rkten um Toilettenpapier gegeifert, sondern den Ansturm an den Kassen bew\u00e4ltigt und \u201eden Laden am Laufen\u201c gehalten haben. Doch richtig ist es auch nun wieder einen Schritt vor die T\u00fcr zu gehen, wir wissen, dass es nur ein Trugbild ist, dass wir den Globus nicht anhalten k\u00f6nnen, dass die Erde sich weiterdreht. Und das neuartige Virus hat uns gelehrt \u2013und tut es noch-, dass wir alle im selben Supermarkt einkaufen und dass wir auf Menschen mit R\u00fcckgrat, Zivilcourage und Solidarit\u00e4t angewiesen sind und nicht auf die, die sich einen Toilettenpapierbunker angelegt haben. Der Zweite Weltkrieg hatte die Erdkugel vor genau 75 Jahren zum Stillstand gebracht und aus diesem globalen-Trauma einen Grundsatzkatalog f\u00fcr eine bessere Zukunft der Weltengemeinschaft aufgestellt: Die Allgemeine Erkl\u00e4rung der Menschenrechte. Diese Erlebnisse aus diesen \u201etraumatischen globalen Stillst\u00e4nden\u201c, tragen ungeheures Leid in sich, doch genau darin birgt sich die Kraft f\u00fcr nachhaltige Verbesserungen in der Zukunft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>\u00a9 Die verwendeten Bilder dieses Blogposts stammen entweder von Wikimedia Commons oder sind selbst erstellte Werke.<\/em><\/span><\/p>\n<p>Dr. phil. Carmen Krusch-Gr\u00fcn<\/p>\n<p>Referentin Osteuropa<\/p>\n<p>Internationale Gesellschaft f\u00fcr Menschenrechte, Deutsche Sektion e.V.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":119,"featured_media":23262,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Corona in Deutschland, der Welt und Menschenrechte - Menschenrechte Osteuropa - News &amp; Konflikte","description":"Corona in Deutschland, der Welt und Menschenrechte &nbsp; Begnadet Wer dies Erdental besucht In schicksalsschwerer Stund Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew, 1803 - 1"},"footnotes":""},"categories":[33,30,216,1,289],"tags":[],"class_list":["post-23238","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berichte","category-blog-news","category-standard","category-unkategorisiert","category-289"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23238","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23238"}],"version-history":[{"count":61,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23238\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28721,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23238\/revisions\/28721"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23262"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23238"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23238"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23238"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}