{"id":15418,"date":"2018-10-10T12:06:41","date_gmt":"2018-10-10T10:06:41","guid":{"rendered":"https:\/\/humanrights-online.org\/en\/?p=15418"},"modified":"2021-11-26T10:46:38","modified_gmt":"2021-11-26T09:46:38","slug":"suedossetische-sicherheitskraefte-haben-im-bereich-der-grenzlinie-zu-der-selbsternannten-republik-suedossetien-eine-37-jaehrige-anwohnerin-festgenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/humanrights-online.org\/de\/suedossetische-sicherheitskraefte-haben-im-bereich-der-grenzlinie-zu-der-selbsternannten-republik-suedossetien-eine-37-jaehrige-anwohnerin-festgenommen\/","title":{"rendered":"S\u00fcdossetische Sicherheitskr\u00e4fte, haben im Bereich der Grenzlinie zu der selbsternannten Republik S\u00fcdossetien eine 37-j\u00e4hrige Anwohnerin festgenommen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15416\" src=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2-397x200.jpg\" alt=\"\" width=\"397\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2-31x16.jpg 31w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2-200x101.jpg 200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2-397x200.jpg 397w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2-400x202.jpg 400w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2-540x272.jpg 540w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2-600x302.jpg 600w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2-768x387.jpg 768w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2-800x403.jpg 800w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2-1024x516.jpg 1024w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2-1200x605.jpg 1200w, https:\/\/humanrights-online.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/thkhinvali2.jpg 1405w\" sizes=\"(max-width: 397px) 100vw, 397px\" \/><\/p>\n<h1>S\u00fcdossetische Sicherheitskr\u00e4fte, haben im Bereich der Grenzlinie zu der selbsternannten Republik S\u00fcdossetien eine 37-j\u00e4hrige Anwohnerin festgenommen<\/h1>\n<p>Am 29. September 2018, haben im Bereich der Grenzlinie zu der selbsternannten Republik S\u00fcdossetien die 37j\u00e4hrige Anwohnerin Maya Otiaschwili, festgenommen.<\/p>\n<p>Die Entf\u00fchrung der 37-j\u00e4hrigen georgischen Staatsb\u00fcrgerin Maya Otinaschwili an der Grenzlinie zur selbsternannten Republik S\u00fcdossetien l\u00f6ste eine breite Resonanz aus. W\u00e4hrend sich die Inhaftierte im Untersuchungsgef\u00e4ngnis von Zchinwali befindet, erkl\u00e4rt das offizielle Tiflis, dass alle internationalen Hebel benutzt werden, um sie freizulassen. Die Regierungspartei behauptet gleichzeitig: Otinashvili erlitt mit hoher Wahrscheinlichkeit k\u00f6rperliche Gewaltanwendung.<br \/>\nDie n\u00e4chsten 10 Tage wird die georgische Staatsb\u00fcrgerin in Untersuchungshaft in Zchinwali verbringen m\u00fcssen. Das Gericht der selbsternannten Republik, in dem Maya Otinashvili von den s\u00fcdossetischen Sicherheitskr\u00e4ften in der N\u00e4he des Dorfes Khurvaleti festgehalten wurde, verordnete Untersuchungshaft wegen Versto\u00dfes gegen die sogenannte Grenze. Dies wurde vom Staatssicherheitsdienst Georgiens mit Bezug auf die Informationen mitgeteilt, die sie \u00fcber die Hotline von Vertretern der so genannten Staatsanw\u00e4lte in Zchinwali erhielten. Zuvor wurde best\u00e4tigt, dass Otinashvili zwei Monate in der Untersuchungshaft verbringen w\u00fcrde. Der Vater der Inhaftierten, Levan Otinaschwili, behauptet, seine Tochter sei aus dem von den georgischen Beh\u00f6rden kontrollierten Gebiet entf\u00fchrt worden, weil sie in diesem Moment ihre Eltern besuchte:<br \/>\nSie ging in den Garten, um N\u00fcsse zu sammeln. Dann erschienen zwei maskierte M\u00e4nner, packten sie und nahmen sie mit. Wir wussten dann nicht einmal wohin sie sie gebracht hatten, dann kontaktierten sie uns. Nachbarn sahen wie sie sie gepackt hatten. Sie ist jetzt in Zchinwali in Untersuchungshaft. Wir wissen nichts weiter. Wir gehen nicht auf die andere Seite. Sie (s\u00fcdossetische Sicherheitskr\u00e4fte) sind hier r\u00fcber gekommen &#8211; hier gibt es ein kleines verlassenes Geb\u00e4ude, dort haben sich sich versteckt.&#8220;<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der parlamentarischen Mehrheit Georgiens, Archil Talakwadse, sagte, dass die Frau nach seinen Informationen k\u00f6rperlicher Gewalt ausgesetzt wurde.<br \/>\n\u201eEs ist sehr wahrscheinlich, dass Maya Otinashvili misshandelt und geschlagen wurde. In diesem Zusammenhang fordern wir die Beobachtungsmission sowie unabh\u00e4ngige Beobachter auf, diese Informationen zu \u00fcberpr\u00fcfen und ihre Sicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Wir ergreifen Ma\u00dfnahmen, um sicherzustellen, dass alle internationalen Organisationen, unsere Partner, auf diese alarmierende Tatsache reagieren. Wie Sie sehen k\u00f6nnen, setzt das Besatzungsregime die Entf\u00fchrung unserer B\u00fcrger fort. Dies ist eine sehr ernste Verletzung der Menschenrechte, f\u00fcr die die Russische F\u00f6deration verantwortlich ist. &#8220;<\/p>\n<p>Offiziell wird die Information \u00fcber die Anwendung von Gewalt an Maya Otinashvili nicht best\u00e4tigt. Aber die georgische Premierministerin Mamuka Bakhtadze wies den Au\u00dfenminister an, alle internationalen Organisationen zu informieren. Wenig sp\u00e4ter berichtete der georgische Au\u00dfenminister David Zalkaliani \u00fcber die diplomatische Arbeit:<br \/>\n&#8222;Wir sind in Kommunikation mit der EU-Mission und den Co-Vorsitzenden der Genfer-Gespr\u00e4che. Diese Frage wird bei der n\u00e4chsten Runde in Genf, die f\u00fcr n\u00e4chste Woche geplant ist, sehr aktiv diskutiert werden. &#8220;<\/p>\n<p>Das B\u00fcro der \u00d6ffentlichen Verteidigung Georgien reagierte auf die Tatsache der Inhaftierung von Maya Otinashvili durch das russische Milit\u00e4r:<br \/>\n&#8222;Am Morgen des 29. September 2018 wurde Maja Otinaschwili, eine B\u00fcrgerin Georgiens, Mutter dreier minderj\u00e4hriger Kinder, aus ihrem eigenen Garten in Richtung des besetzten Gebiets im Dorf Khurvaleti der Gemeinde Gori entf\u00fchrt. Nach Informationen, die von den Zeugen des \u00f6ffentlichen Verteidigers \u00fcbermittelt wurden, geschah die Entf\u00fchrung der B\u00fcrgerin durch bewaffnete maskierte M\u00e4nner aus einem von Georgien kontrollierten Gebiet, etwa 50 Meter vom Stacheldraht entfernt. Nach deren Information verurteilte das De-facto-Gericht am 2. Oktober Maja Otinashvili zu einer zweimonatigen Untersuchungshaft f\u00fcr den sogenannten &#8222;illegalen Grenz\u00fcbergang&#8220;. Uns sind neue Umst\u00e4nde im Zusammenhang mit Maja Otinashvili bekannt geworden, die auf der besetzten Seite festgenommen wurde. Gem\u00e4\u00df der Familie wird die Inhaftierte geschlagen. Ihren Angaben zufolge kam es zu Schl\u00e4gen an der russischen Polizeistation in Kindzmani. Trotz der Tatsache, dass die Inhaftierte einen Anwalt hat, durfte er Maja Otinashvili nicht besuchen. Laut Angaben der Familie hat kein unabh\u00e4ngiger Beobachter die Inhaftierte besucht, was seinen Verdacht noch verst\u00e4rkt hat. Der H\u00e4ftling wird auch \u00b4beschuldigt\u00b4, B\u00fcrgern zu helfen, \u00b4illegal die Grenze zu \u00fcberschreiten\u00b4, im Gegenzug f\u00fcr einen Betrag &#8222;, sagte der Nino Lomjaria, der \u00f6ffentliche Verteidiger Georgiens, in einer Erkl\u00e4rung.<br \/>\nIn der Zwischenzeit l\u00e4sst Ketewan Tsihelaschwili, der Staatsminister f\u00fcr Vers\u00f6hnung und b\u00fcrgerliche Gleichheit in Georgien, verlauten, dass die georgischen Beh\u00f6rden alles tun, um Otinaschwili zu befreien:<\/p>\n<p>&#8222;Nach den neuesten Informationen der Hotline ist ihr Gesundheitszustand befriedigend. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ist eingebunden und steht in Kontakt mit den Familienangeh\u00f6rigen der Entf\u00fchrten. Auch ist eine sogenannte Verfahrenspr\u00fcfung f\u00fcr die n\u00e4chsten beiden Tage anberaumt, die im Falle einer rechtswidrigen Inhaftierung durchgef\u00fchrt werden. Wir sind an einer schnellen Freigabe interessiert und stehen in Kontakt&#8220;.<\/p>\n<p>Wir erinnern daran, dass die 37-j\u00e4hrige Frau am schon am 29. September verhaftet wurde. Der KGB der selbsternannten Republik beschuldigte sie der &#8222;rechtswidrigen Grenzverletzung&#8220;. Nach der Version der De-facto-Be\u00f6rde half Otinashvili f\u00fcr eine lange Zeit gegen Entgeld den Anwohnern, die Grenze zu \u00fcberschreiten. Ketevan Tsihelashvili nannte diese Version nicht stichhaltig:<br \/>\n&#8222;Nat\u00fcrlich kann man \u00fcber keinerlei Anklage sprechen, wenn eine Person tats\u00e4chlich in ihrem eigenen Haus eingesperrt ist. Wenn wir davon sprechen, dass Osseten und Georgier daran interessiert sind, sich in beide Richtungen zu bewegen, und durch k\u00fcnstliche Stacheldr\u00e4hte unterbunden wird, dann zeugt das klar von dem Charakter des Regimes und davon mit wem wir es hier zu tun haben.\u201c<br \/>\nDie Tatsache, dass Otinashvili angeblich Menschen \u00fcber die Trennungslinie hinweg transportiert hat, wird auch auf der anderen Seite des Stacheldrahts bezweifelt. Laut Beobachtern \u00e4hnelt die Version, dass die Mutter von drei Kindern in Gori, -und nicht aus Khurvaleti, wie in der Erkl\u00e4rung des S\u00fcdossetischen KGB behauptet-, mit dem Transport von Menschen \u00fcber die k\u00fcnstliche Grenzlinie besch\u00e4ftigt sei, einem Versuch der Sicherheitskr\u00e4fte der selbsternannten Republik, ihre eigene Leistungsbilanz zu steigern. Bewohner von D\u00f6rfern in der N\u00e4he der Trennlinie behaupten: F\u00fcr jeden Gefangenen erhalten die Sicherheitsbeamten Boni und die Entf\u00fchrung ist ein lukratives Gesch\u00e4ft f\u00fcr s\u00fcdossetische Grenzsoldaten und das russische Milit\u00e4r geworden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fcdossetische Sicherheitskr\u00e4fte, haben im Bereich der Grenzlinie zu der selbsternannten Republik S\u00fcdossetien eine 37-j\u00e4hrige Anwohnerin festgenommen Am 29. September 2018, haben im Bereich der Grenzlinie zu der selbsternannten Republik S\u00fcdossetien die 37j\u00e4hrige Anwohnerin Maya Otiaschwili, festgenommen. Die Entf\u00fchrung der 37-j\u00e4hrigen georgischen Staatsb\u00fcrgerin Maya Otinaschwili an der Grenzlinie zur selbsternannten Republik S\u00fcdossetien l\u00f6ste eine breite Resonanz aus. W\u00e4hrend sich die Inhaftierte im Untersuchungsgef\u00e4ngnis von Zchinwali befindet, erkl\u00e4rt das offizielle Tiflis, dass alle internationalen Hebel benutzt werden, um sie freizulassen. 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